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Erneuerung Hofland-Wegekreuz in Niedersaubach

Heimat : Das Hofland-Kreuz ist jetzt aus Eichenholz

Nachdem Randalierer das Kreuz in Niedersaubach zerstört hatten, ist es nun restauriert.

Rund 2000 Euro kostete es, das Hoflandkreuz auf der Banngrenze zwischen Lebach und Niedersaubach zu erneuern. Im vergangenen Winter hatten Vandalen das ursprünglich 1905 errichtete Wegekreuz derart beschädigt, dass es nicht mehr zu reparieren war.

Dank der Initiative mehrerer Familien, die am Schützenberg wohnen, konnte das einst steinerne Kreuz durch ein neues mit Jesus-Korpus komplett aus Eichenholz erneuert werden. Daneben wurde eine Infotafel installiert, auf der Details über die Historie des alten Wegekreuzes nachzulesen sind.

Annähernd 100 Menschen, waren der Einladung zur Segnungszeremonie und Neueinweihung am Standort des Kreuzes gefolgt. Diese führte die evangelische Pfarrerin Andrea Sattler gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Hermann Zangerle durch. Die Erneuerung des beliebten Hoflandkreuzes unterstützten finanziell der Rotary Club Lebach-Wadern, der Lions-Club Lebach, der historische Verein Lebach, das Autohaus Reitenbach und viele Privatspender. „Ohne diese finanziellen Zuwendungen wäre eine fachgerechte Erneuerung des Wegekreuzes nicht möglich gewesen“, bedankte sich Lothar Schmidt bei den Spendern.

Er und Förster Winfried Fandel sowie Bernhard Huwer hatten die Intiative ergriffen, um das zerstörte Hoflandkreuz im Einverständnis mit dem Eigentümer Josef Thewes von Grund auf zu sanieren. „Dabei hat uns der erfahrene Bildhauer und Steinmetz Edwin Reis aus Überroth viel geholfen“, berichtete Schmidt.

Errichtet wurde das neue Kreuz und die Infotafel durch eine Arbeitsgruppe der KEB unter Leitung von Dominic Ganz. Der spendete zudem noch ein neues Jesus-Corpus für das Kreuz. Die graphische Gestaltung für die Infotafel besorgte Reiner Hell von Media-Design Lebach.

Warum der Niedersaubacher Bauer Peter Schäfer 1905 das Kreuz auf seinem Hofland errichtete, ist nicht mehr bekannt. „Oft waren familiäre Anlässe der Grund, um solche Wegekreuze zu stiften, beispielsweise als Dank für die Genesung von schweren Krankheiten“, schreibt der historische Verein Lebach in einem Artikel auf seiner Webseite.

 Text zu Fotos: Bild “Hofland_1”: Der katholische Pfarrer Herrmann Zangerle und seine evangelische Kollegin Andrea Sattler segneten das neue Hoflandkreuz.  Foto: Dieter Lorig
Text zu Fotos: Bild “Hofland_1”: Der katholische Pfarrer Herrmann Zangerle und seine evangelische Kollegin Andrea Sattler segneten das neue Hoflandkreuz. Foto: Dieter Lorig Foto: Dieter Lorig

Überglücklich äußerte sich die 84 Jahre alte Hedi Puhl über die gelungene Sanierung des Hoflandkreuzes: „Dieser Platz mit dem Kreuz und seiner wunderbaren Aussicht bedeutet mir sehr viel. Ich komme seit 50 Jahren jeden Abend hierher und fühle mich so dem Himmel am nächsten.“