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Entwicklungskonzept für Lebach über die Fußgängerzone hinaus

Fußgängerzone Lebach : Auch den Rand aufhübschen

Lebach arbeitet weiter am Langzeitprojekt Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept.

Der Lebacher Stadtrat hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Entwicklungskonzept für die Innenstadt zu beschäftigen. 2009 wurde die Stadt erstmals in das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ der Städtebauförderung aufgenommen. Als Fördergrundlage ist ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK, früher Teilentwicklungskonzept TEKO) zu erarbeiten.

Um Förderbescheide zu erhalten, müssen sämtliche Maßnahmen aus dem Konzept abgeleitet werden. Die Förderbescheide liegen teilweise vor, aber noch nicht alle. Aus dem Rathaus hieß es, dass für den ersten Bereich (vordere Fußgängerzone) die noch ausstehenden Bescheide in den nächsten Tagen erwartet werden. Iim Sommer soll es dann mit dem ersten Bauabschnitt (Höhe Buchhandlung Treib) losgehen.

Die Systematik zur Erstellung eines ISEK sieht vor, dass die Öffentlichkeit bei der Erarbeitung beteiligt wird. Bei der Vorstellung des Konzeptentwurfs in der Lenkungsgruppe wurde insbesondere die Form der Öffentlichkeitsbeteiligung diskutiert. Die vorherrschende Meinung war, dass die gerade beim Thema Innenstadtentwicklung Beteiligten informiert wurden und weitere größere Veranstaltungen, zum Beispiel Bürgerworkshops, eher zu Unverständnis als zur Teilnahme der Bürger führe.

Daher bevorzuge man eher die Beteiligung in Form einer vierwöchigen Offenlegung im Rathaus. Hauptamtsleiter Roman Werth betont, dass man mit den Gewerbetreibenden wegen der Arbeiten in der Fußgängerzone in Kontakt stehe.

Der Stadtrat Lebach hatte im März 2011 dem Gemeindeentwicklungskonzept mit den Teilentwicklungen zugestimmt. und die Umsetzung beschlossen. Die Fortschreibung des ISEK nimmt inhaltlich die Themen des bestehenden TEKO auf und aktualisiert diese. So wurden zum Beispiel für die Lebacher Fußgängerzone die geplanten Rückbauten der Gebäude Am Markt 5 und 13 nicht mehr aufgenommen. Der Entwurf des ISEK sieht den Rückbau der Theelpavillons oder die Errichtung einer Begegnungszone in der Marktstraße vor.

Neben der Anpassung der bereits erarbeiteten Maßnahmen wurden aber auch neue geprüft. Um die Randgebiete attraktiver zu machen, wurden vier weitere Bereiche benannt. Sie befinden sich im Bereich der Bahnunterführung in der Pickardstraße, des ehemaligen Bauhofes in der Poststraße inklusive der Fußgängerbrücke über die Theel, der Trierer Straße und des Mühlengeländes der Firma Juchem. Durch die Erweiterungen verspricht sich die Stadt Lebach Fördervoraussetzungen für die Erneuerung oder Umgestaltung der städtischen Infrastruktur. Private Grundstücks- und Hauseigentümer könnten dadurch ihre Immobilien aufwerten. Nicht nur der finanzielle Aspekt spiele hier eine Rolle, auch das Stadtbild könne so aufgewertet werden.