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Stadtrat Lebach
„Eltern und Gremien zu spät informiert“

Lebach. Lebacher Stadträte diskutierten in ihrer jüngsten Sitzung über die Einschulungssituation an den Grundschulen. Von Monika Kühn

Über die Einschulungssitution an der Grundschule in Steinbach informierte Bürgermeister Klauspeter Brill in der Stadtratsitzung. Im kommenden Schuljahr werden die beiden ersten Klassen in Steinbach eingeschult (wir berichteten). In der Dependance in Thalexweiler verbleiben dann nur noch zwei Klassen und die freiwillige Ganztagsbetreuung. Thalexweilers Ortsvorsteher Stefan Schmitt zeigte sich „enttäuscht, was da passiert ist“. Enttäuscht auch über die Informationspolitik seitens der Schule, die die Eltern und Gremien viel zu spät darüber informiert hätten. Schmitt zweifelte auch an, ob das mit Vertretung und Aufsicht immer so klappe, wenn nur noch zwei Lehrer vor Ort sind. Das Schulentwicklungskonzept der Stadt Lebach soll im Herbst vorliegen. „Hätten wir das Konzept früher gehabt, würde die Entscheidung vielleicht anders aussehen“, mahnte Schmitt an. Der Entwurf liegt vor, erklärte Bürgermeister Brill und soll im Herbst vorgestellt werden. Auf CDU-Antrag wird dieser Entwurf bereits Thema in der August-Sitzung sein, denn es werden sicherlich viele Punkte vorab diskutiert werden müssen.


Nach der nächsten Kommunalwahl werden die Ortsräte von Thalexweiler und Steinbach drei Mitglieder weniger haben und mit neun Personen ihren Ort vertreten. In den übrigen Ortsräten bleibt die bisherige Anzahl.

Die Stadthalle in Lebach wird nach dem ehemaligen Bürgermeister Nikolaus Jung benannt. Die Umbenennung in „Nikolaus-Jung-Stadthalle“ soll im Rahmen einer Festveranstaltung erfolgen.



Zum Thema interkommunale Zusammenarbeit signalisiert Lebach grundsätzlich Bereitschaft. Die Stadtverwaltung und der Rat sehen  die Errichtung einer gemeinsamen Vergabestelle (Ausschreibungen)  positiv. Jedoch sollten vor einer endgültigen Kooperationsentscheidung die Rahmenbedingungen insbesondere die Kostenstruktur näher untersucht werden. Eine Zusammenarbeit in Bezug auf Standesamt und Verkehrsüberwachung sowie im Bereich der Vollstreckung wurde abgelehnt.

Der Antrag der FDP-Fraktion zum Bau eines Radweges zwischen Gresaubach und Limbach wird an das zuständige Ministerium weiter geleitet. Ein diesbezüglicher Beschluss war bereits 1990 gefasst worden. Es muss zunächst noch geprüft werden, ob genügend Platz dafür vorhanden ist.

Zurzeit laufen Bestrebungen und Gespräche, den Lebacher Anzeiger kostenlos an alle Haushalte zu verteilen. Verwaltung, Linus Wittich Verlag und Verkehrsverein arbeiten daran. Es muss geklärt werden, wie viele Werbung dafür notwendig ist. Läuft alles wie geplant, könnte ab 1. Dezember der Lebacher Anzeiger kostenlos an alle Haushalte verteilt werden.