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Eine Erfahrung fürs Leben

Lebach. Der Caritas-Kinderhort in Lebach, in dem Annika Waldecker arbeitet, betreut Schüler aus insgesamt 15 Nationen. Von Büroarbeit bis zum Basteln mit den Kindern erhält sie einen breiten Einblick in den Hort-Alltag. Vermittelt hat den Freiwilligendienst das Bistum Trier. red

Eine Dreiviertelstunde Busfahrt hat Annika Waldecker morgens hinter sich, wenn sie an ihrer Einsatzstelle ankommt. Die 19-Jährige kommt aus Wadrill und leistet zurzeit einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Caritas-Kinderhort Francesca Cabrini Lebach . Seit Dezember ist sie dort eingesetzt. Schon als Schülerin hat sich die heute 19-jährige für die Arbeit mit Kindern interessiert und hat ein Praktikum in einem Kindergarten absolviert.

Annika engagiert sich ehrenamtlich als Schwimmtrainerin und leitet einen Chor. Aufgrund der positiven Erfahrungen, die sie dabei sammeln konnte, will sie auch in Zukunft mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Darin bestärkt sie auch ihre Zeit als Freiwillige. Der Kinderhort Francesca Cabrini Lebach , der unmittelbar neben der Landesaufnahmestelle liegt, betreut Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 15 Nationen . Nach der Schule kommen sie dorthin um gemeinsam Zeit zu verbringen, zu spielen und zu lernen. "Ich komme gerne hierher, schnell konnte ich Vertrauen zu den Angestellten und den Kindern gewinnen", schwärmt die passionierte Klarinettistin.

Anfänglich hatte sie Zweifel, ob durch die verschiedenen Kulturen, die dort aufeinanderstoßen, keine Probleme entstehen. Schnell haben sich diese Zweifel gelöst: Annika hat von Anfang an positive Erfahrungen machen können. Vor allem bewundert sie, dass die Kinder keine Unterschiede untereinander machen und auch die Erzieher mit dieser Einstellung arbeiten.

Mittlerweile fragten die Kinder ganz gezielt nach ihr. "Das ist eine besonders schöne Erfahrung. Deshalb komme ich sehr gerne hierher."

Nach ihrem Abitur, das sie 2014 am Waderner Hochwaldgymnasium gemacht hatte, wurde die ausgebildete Rettungsschwimmerin durch eine Informationsveranstaltung für Abiturienten auf die "Sozialen Lerndienste im Bistum Trier " aufmerksam. So kam die Bewerbung zu einem BFD in Lebach zu Stande. Ihre Aufgaben im Kinderhort sind vielfältig. Vormittags erledigt sie Büroarbeiten. "Annika ist sehr zuverlässig und ich bin froh, dass sie ihren Dienst hier ableistet", bestätigt Helga Jenal, Leiterin der Einrichtung. Nachmittags, wenn die Kinder aus der Schule kommen, spielt, bastelt oder liest Annika Waldecker mit ihnen.

Ihr gefällt besonders, dass sie in der Einrichtung viele Möglichkeiten hat, sich mit den Kindern zu beschäftigen und einen breiten Einblick in die Arbeit bekommt. "Ich fühle mich nicht als Lückenbüßerin!"

Wenn die ehrenamtliche Chorleiterin der neuapostolischen Gemeinde Wadern, voraussichtlich im September, ihren Freiwilligendienst abschließt, will sie in Trier oder Saarbrücken Sozialpädagogik studieren. "Meine praktische Erfahrung hier wird mein Studium mit Sicherheit bereichern", ist sie sich sicher: "Einen Bundesfreiwilligendienst hier abzuleisten ist das Beste, was ich machen konnte."

Wer sich - wie Annika Waldecker - für einen Bundesfreiwilligendienst oder für ein FSJ in Einrichtungen des Bistums Trier entscheidet, wird je nach Interesse und Bedarf in sozialen Einrichtungen eingesetzt. Bewerbungen sollten unbedingt frühzeitig erfolgen an: Soziale Lerndienste, Dietrichstraße 30a, 54290 Trier , Telefon (0651) 99 37 9 63 02. Mögliche Einsatzstellen finden sich auch im Internet:

soziale-lerndienste.de