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Homes Miller Kreuz
Ein Schmuckstück erinnert an Kriegstoten

Bei der Segnung des Homes-Millersch-Kreuz (von links): Kassenwart Hans-Werner Müller und Vereinsvorsitzender Thomas Besse vom Thalexweiler Verein für Heimatgeschichte, Diakon Leo Eckert, Malermeister Walter Lesch und Ortsvorsteher Stefan Schmitt
Bei der Segnung des Homes-Millersch-Kreuz (von links): Kassenwart Hans-Werner Müller und Vereinsvorsitzender Thomas Besse vom Thalexweiler Verein für Heimatgeschichte, Diakon Leo Eckert, Malermeister Walter Lesch und Ortsvorsteher Stefan Schmitt FOTO: Kiefer
Thalexweiler. Nach seiner aufwändigen Sanierung wurde nun das Homes-Millersch-Kreuz in Thalexweiler gesegnet.

Mit der Segnung des Homes-Millersch-Kreuzes in Thalexweiler an der Verlängerung der Friedhofstraße durch Diakon Leo Eckert aus Sotzweiler ist die Restaurierung des Flurdenkmals vollendet. Zahlreiche Bürger hatten sich an dem Gedenkstein für den im Juli 1918 in Kämpfen des 1. Weltkrieges vermissten Soldaten Peter Schmitt versammelt, um die Segnung mitzuerleben: Diakon i. R. Leo Eckert sprach Sätze aus dem Galater Brief des Apostel Paulus. Auch er war über die große Schar Gäste überrascht, die seiner Meinung nach auf dem Höhepunkt ihrer Wanderung Rast an dem Denkmal einlegten.


Peter Schmitt diente in einem Infanterie-Regiment, das im ersten großen Krieg in den Kämpfen an der Marne eingesetzt war. Der 21-Jährige stammte aus der zwischen Thalexweiler und Aschbach gelegenen Homesmühle. Sein Vater, der Mühlenbauer Peter Schmitt, ließ den aufwendig gestalteten Gedenkstein nach dem Krieg zur Erinnerung an seinen Sohn errichten.

Da das Denkmal im Laufe der Jahre immer mehr in Schieflage geriet und die drei Originaltafeln durch Kunststoffplatten ersetzt worden waren, ließ der Thalexweiler Verein für Heimatgeschichte mit seinem Vorsitzenden Thomas Besse das Denkmal durch den ortsansässigen Malermeister Walter Lesch von Grund auf restaurieren. Mit Hilfe von Feuerwehrleuten des Löschbezirks Thalexweiler konnte es wieder gerade gestellt werden. Lesch ersetzte die verschwundene Krone und fertigte anhand eines Originalfotos der drei Motivtafeln Reproduktionen, anhand derer die Lebacher Firma Media Design Folien herstellte, die auf
Stahlplatten geklebt, versiegelt und am Denkmal angebracht wurden.



Eines ist laut der Meinung der Einweihungsgäste sicher: Das Homes-Millersch Kreuz, wie es im Volksmund genannt wird, ist dank der Arbeit von Malermeister Walter Lesch ein Schmuckstück geworden.

(aki)