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Ein neuer Schulhof ganz nach Wunsch

Ein neuer Schulhof ganz nach Wunsch

Lebach. Auf Einrädern kamen sie in die Kepler-Halle gefahren, andere jonglierten. Der Zirkus Keplerani trat zur Vorstellung des neuen Schulhofes in Aktion. Auf dem neuen Schulhof werden die Schüler für solche Aktivitäten auch Platz haben. Schon seit Monaten laufen die Arbeiten für die Schulhofneugestaltung am Johannes-Kepler-Gymnasiums in Lebach

Lebach. Auf Einrädern kamen sie in die Kepler-Halle gefahren, andere jonglierten. Der Zirkus Keplerani trat zur Vorstellung des neuen Schulhofes in Aktion. Auf dem neuen Schulhof werden die Schüler für solche Aktivitäten auch Platz haben. Schon seit Monaten laufen die Arbeiten für die Schulhofneugestaltung am Johannes-Kepler-Gymnasiums in Lebach. Mit ins Boot genommen haben die Schulleitung und der Landkreis Saarlouis, der für die Finanzierung zuständig ist, Natalie Sadik, die das Projekt Zukunftswerkstatt Schulhofgestaltung betreut. Die Pädagogin hat mit jeweils einem Vertreter aus den Klassenstufen fünf bis elf eine Art Stoffsammlung durchgeführt. "Die Schüler sollen so früh als möglich verantwortlich für ihr Lebensumfeld sein, verbringen sie doch viel Zeit in der Schule", sagte Sadik bei der Projektvorstellung. Schulleiterin Gabriele Hewer ging auch auf die Wichtigkeit und den Wert solch eines Gemeinschaftsprojektes ein. In drei Phasen ist geplant, die Schulhofgestaltung umzusetzen. Erst einmal wurde der Schulhof inspiziert, die Schüler notierten alles, was ihnen gefiel und was ihnen missfiel. Als Kritikpunkte kamen zusammen: Zu wenig Sport- und Spielmöglichkeiten, zu wenige Sitzplätze, zu wenig Farbe auf dem Schulhof, nur zwei Tischtennisplatten, das Biotop ist nur in Begleitung eines Lehrers zugänglich. Auch fehlen Unterstellmöglichkeiten bei schlechtem Wetter. In Phase zwei wurde eine Hitliste erstellt, der Platz in einzelne Funktionsräume aufgeteilt. Spiel- und Kletterbereich mit Kletterparcours, Sport- und Bewegungsbereich und einen Ruhebereich. In der Visualisierungsphase, Phase drei, bauten die Schüler ein Modell, das 23 Schüler als Vertreter aus den einzelnen Klassen auch präsentierten. Fußballtore, Basketballkörbe, Hängematten, zwei Karussells, Wege, die sich farblich von dem Übrigen abheben, ein für alle geöffnetes Biotop und als ein besonderes Erkennungsmerkmal: Der Name der Schule soll in Buchsbäume eingeschnitten werden. Als aufwendig erwiesen sich die Arbeiten für den neuen Schulhof, erklärte Kreisbauamtsleiter Hermann Hennrich. Denn erst einmal mussten im ganzen Gelände neue Kanäle verlegt werden. Was Geld und Zeit kostet. Insgesamt sind für den Schulhof 275 000 Euro veranschlagt worden und "dank der Ideen der Schüler kostet der Pausenplatz auch weniger als üblich". "Die Schüler sollen so früh als möglich verantwortlich für ihr Lebensumfeld sein."Natalie Sadik