Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Bubach-Calmesweiler. In der Hirschberghalle herrschte an einigen Tagen reges Treiben. Der Theaterverein hatte die Räumlichkeiten in Beschlag genommen, um mit dem Nachwuchs die Rollen für das Weihnachtsmärchen einzuüben. Die Kinder- und Jugendgruppe wird "Aladin und die Wunderlampe" nach einer Geschichte aus Tausendundeiner Nacht an vier Terminen aufführen

Bubach-Calmesweiler. In der Hirschberghalle herrschte an einigen Tagen reges Treiben. Der Theaterverein hatte die Räumlichkeiten in Beschlag genommen, um mit dem Nachwuchs die Rollen für das Weihnachtsmärchen einzuüben. Die Kinder- und Jugendgruppe wird "Aladin und die Wunderlampe" nach einer Geschichte aus Tausendundeiner Nacht an vier Terminen aufführen. Katja Groß führt Regie bei den Proben und wird natürlich bei den Aufführungen die Theatergruppe leiten.Am Probenwochenende tummelten sich über 40 Mitwirkende im Saal und auf der Bühne. Der Theaternachwuchs stammt nicht nur aus Bubach. Kinder und Jugendliche aus Steinbach, Dörsdorf, Eppelborn, Hierscheid und anderen umliegenden Ortschaften werden das anspruchsvolle Theaterstück inszenieren.

Einige Darsteller übten schon mal kostümiert oder mit orientalischen Accessoires, andere spielten ihre Rollen im bequemen Jogging-Anzug, denn neben Theatralik kam es ganz besonders auf die Textsicherheit an. Wer da noch Defizite hatte, bekam das natürlich auch gesagt. Um das Organisatorische brauchten sich die Bühnendarsteller nicht zu kümmern. Dafür sorgte die Theaterfamilie. Der Tisch war reichlich gedeckt. Ob beim Frühstück, beim Mittagessen oder in der Kaffeepause.

"Wir haben nur Hausgemachtes auf dem Tisch, was von unserer Theaterfamilie gemacht wird", freute sich die Regisseurin, die zumindest kulinarisch ein leichtes Spiel hatte, ihre Truppe bei Laune zu halten. Aber auch auf der Bühne war die Stimmung gut. Konstruktive Kritik wurde angenommen, beherzigt und umgesetzt.

Das Theaterleben spielte sich natürlich im Bühnenbereich ab; im angrenzenden Saal schafften bereits die Bühnenbauer und werkelten an der orientalischen Kulisse. Stephan Morbe gab hier den Takt an. Schon lange vor den Proben ratterten in Macherbach die Nähmaschinen, als Monika Eckert und Heidi Kirsch die ersten Kostüme schneiderten. Dieses Gesamtkonzept begeistert jedenfalls die jungen Darsteller, die sich in dem Verein "gut aufgehoben fühlen".

Christopher Groß, der seine erste Hauptrolle in der Kinder- und Jugendgruppe spielen wird, ist voller Bewunderung. "Ich war zwar überrascht, als die Anfrage kam, ob ich die Hauptrolle übernehmen möchte, aber ich habe sofort zugesagt und bereue die Entscheidung nicht. Katja Groß ist eine wundervolle Regisseurin", sagt der 16-Jährige, der "unglaublich viel Spaß bei den Proben" hat. Selbst die vielen Probentermine, die jeweils rund zwei Stunden beanspruchen, schrecken den Gymnasiasten nicht ab. "Es herrscht eine tolle Gemeinschaft in der Gruppe. Das gefällt mir."

Rejana Schulz, die als Prinzessin im Rampenlicht stehen wird, freute sich ganz besonders über ihre Hauptrolle, "als ich es dann endlich erfahren hatte. Alle hatten es gewusst, nur ich nicht." Sie spielt gerne Theater, verzweifelt allerdings manchmal an den Texten, "weil die nicht immer so in meinen Kopf wollen, wie ich es gerne hätte". Besonders gut gefallen ihr die Probenwochenenden, von denen sie, im Gegensatz zu Christopher Groß, schon mehrere mitgemacht hat.

Schlangenbeschwörer Albert Zangerle, der schon so manche Rolle auf der Erwachsenenbühne spielte, liebt die Proben und die Auftritte mit den Kindern und Jugendlichen: "Mir macht es Riesenspaß, mit den jungen Leuten zusammenzuarbeiten."

Die Aufführungstermine: Sonntag, 2. Dezember, Samstag, 8. Dezember, Sonntag, 9. Dezember, Samstag, 15. Dezember, jeweils um 17 Uhr in der Hirschberghalle in Bubach-Calmesweiler; Erwachsene zahlen sieben Euro; Kinder bis 16 Jahre vier Euro, Bestellung und Vorverkauf: www.theaterverein-bubach.de und Laurentius Apotheke, Bubach, Illtalstraße 58.