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NGS
Ein Erfolgsmodell seit Jahrzehnten

Auch nach der Aufgliederung in Gemeinschaftsschule und Grundschule wird an der Nikolaus-Groß-Schule eine enge Zusammenarbeit gepflegt.

Die Nikolaus-Groß-Schulen in Lebach feiern ihr 40-jähriges Bestehen. Seit 2003 leitet Bernhard Britz die Bistumsschule. In den 16 Jahren hat sich einiges geändert. So wurden die Leitungen der Gemeinschaftsschule und der Grundschule getrennt. Britz ist für die Gemeinschaftsschule verantwortlich, Verena Laase für die Grundschule.


Herr Britz, wie haben Sie Ihren Anfang an der Schule erlebt?

Bernhard Britz Gleich in der ersten Woche nach meinem Amtsantritt fand in der Stadthalle Lebach der Festakt zum 25-jährigen Schuljubiläum statt. Eine Woche später feierte ich mit der Schulgemeinschaft ein großes Schulfest. Beide Veranstaltungen waren bei meinem Dienstantritt schon vorbildlich vorbereitet und wurden ein großer Erfolg. Ein Einstand nach Maß. Jetzt zu Beginn meines letzten Schuljahres an den Nikolaus-Groß-Schulen schließt sich der Kreis wieder mit einem großen Schulfest – und dem 40-jährigen Jubiläum.



Wo setzten Sie Prioritäten?

Britz Als Eckpunkte meiner Arbeit sehe ich den Ausbau der Grundschule zur Zweizügigkeit, den Aufbau der jetzt dreizügigen Gemeinschaftsschule mit allen Abschlüssen bis zum Abitur, Englisch als erste Fremdsprache, die Renovierung der Michaelskapelle und die Renovierung von Bau VI, um mit diesem zweiten Gebäude dann die langjährige Raumnot etwas zu mildern. Bei all meinem Handeln als Schulleiter habe ich dabei stets versucht, mich von meiner christlichen Haltung leiten zu lassen.

Was wünschen Sie der Schule für die Zukunft?

Britz Mein größter Wunsch ist, dass trotz der formalen Trennung der beiden Schulformen die ganz enge, intensive und äußerst harmonische Zusammenarbeit so weitergeht, wie ich sie in den letzten 15 Jahren erlebt habe. Die Nikolaus-Groß-Schulen müssen eine eingeschworene Schulgemeinschaft bleiben.

Frau Laase, seit drei Jahren leiten Sie die Grundschule. Inwieweit wirkt sich die Trennung der Schulformen aus?

Verena Laase Die Grundschule hatte schon immer andere pädagogische Schwerpunkte. Dies hängt natürlich auch mit den anders gearteten Aufgaben zusammen. Grundsätzlich hat sich unsere Arbeit aber nicht wesentlich verändert. Die meisten Entscheidungen treffen wir in unserer Schulleitungsrunde nach wie vor gemeinsam. Wir sind ein Kollegium, arbeiten aber in zwei Teams mit unterschiedlichen Ansätzen. Es gibt eben jetzt nur neben dem Chef auch noch eine Chefin.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule aus?

Laase Wer räumlich auf so kleinem Raum arbeitet, arbeitet auch zusammen. Viele unserer Grundschulkinder bleiben bis zum Schulabschluss bei uns. Da ist es wertvoll, sich gegenseitig Hilfestellung zu geben. Auch personell unterstützen sich die Schulen. Fächer wie Musik, Kunst oder Französisch sind typische Beispiele dafür. Nur Hand in Hand sind wir stark. Definitiv verbindet unsere Schulen mehr als unser Namensgeber. Diese enge Verbundenheit ist im Schulalltag ständig wahrnehmbar, und wir alle profitieren davon.

Was wünschen Sie der Schule für die Zukunft?

Laase Warum wählen Eltern unsere Schule? Häufig hören wir als Antwort auf diese Frage, dass in unserer Schule eben ein besonderer Geist herrsche. Eltern ehemaliger Schülerinnen und Schüler haben mir in persönlichen Gesprächen schon sehr oft versichert, dass die Schule für ihre Kinder ein Segen gewesen sei. Ich wünsche mir, dass wir diese Sätze noch oft zu hören bekommen und dass wir auch in Zukunft dafür bekannt sind, unsere Schülerinnen und Schüler auf ganz besondere Art im Blick zu haben. Es gibt ein Zitat, das heißt: „Lehren bedeutet, ein Leben für immer zu berühren.“ Und genau das sollte uns als Lehrerinnen und Lehrer der Nikolaus-Groß-Schulen noch viele Jahre gelingen.

Die Fragen stellte Monika Kühn

Bernhard Britz ist Leiter der Gemeinschaftsschule.
Bernhard Britz ist Leiter der Gemeinschaftsschule. FOTO: Schule
Verena Laase ist Leiterin der Grundschule.
Verena Laase ist Leiterin der Grundschule. FOTO: Schule