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Ausstellung
Die Reise ins Jenseits betrifft alle Menschen gleichermaßen

Ausstellungsmacherin Marlen Schenk möchte mit „Einmal Jenseits und zurück“ auch das Gemeinschaftsgefühl der Menschen stärken.

Frau Schenk, was hat sie jetzt bewogen, die Ausstellung „Einmal Jenseits und zurück“ nach Lebach zu holen?


Schenk Die Ausstellung Lebensmuster fand damals großen Anklang. Sie hat viele Besucher aus dem Saarland und weit darüber hinaus angezogen und in Lebach selbst viele ehrenamtliche Unterstützer mobilisiert. Zum einen hoffen wir, dass sich auch dieses Mal ganz viele Menschen für dieses gemeinsame Projekt engagieren und dass dadurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. Zum anderen fanden wir es an der Zeit, uns nach den Strukturdebatten der vergangenen Monate nun auch wieder inhaltlichen Fragen zuzuwenden. Und da erschien uns das Thema der Ausstellung sehr geeignet. Es betrifft uns alle.

Wann haben Sie das erste Mal von der Ausstellung erfahren?

Schenk In der Nacht der Kirchen an Pfingsten 2016 hatten die katholischen Frauengemeinschaften aus dem Stadtbereich Lebach sieben Stationen zu den Werken der Barmherzigkeit gestaltet. Bei der Vorbereitung der Station Tote begraben hat mich eine der Frauen auf die Ausstellung „Einmal Jenseits und zurück“ hingewiesen.

Was erhoffen Sie sich von der Ausstellung?



Schenk Wir verfolgen drei Ziele: Zum einen wollen wir die Menschen sprachfähig machen, wenn es um das Thema Sterben geht. Wir erfahren immer wieder, dass dieses Thema totgeschwiegen wird – auch im engsten Familienkreis. Und wenn dann ein Todesfall eintritt, wissen die Hinterbliebenen oft nicht, was der Verstorbene sich für seinen letzten Weg gewünscht hat. Zum zweiten wollen wir das Bewusstsein schärfen, die Zeit, die uns geschenkt ist, sinnvoll zu gestalten. Das Thema der Ausstellung heißt ja: Einmal Jenseits und zurück. Wenn wir – angesichts der Tatsache, dass unser Leben irgendwann zu Ende geht – bestimmte Dinge erreicht haben und Wichtiges erledigt wissen wollen, wenn Hoffnungen und Träume sich erfüllen sollen, dann müssen wir hier und heute etwas dafür tun. Das gilt für unser persönliches Leben genauso wie für unser Zusammenleben mit anderen. Das dritte Ziel, das wir mit der Ausstellung verfolgen, lautet: Die Menschen wieder neu mit der Botschaft des Glaubens in Berührung zu bringen.

Welche Zielgruppe möchten Sie damit ansprechen?

Schenk Wir möchten alle Altersgruppen ansprechen. Für die Kleinsten in den Kindertagesstätten wird es ein Bilderbuch-Kino geben, für die Eltern einen Gesprächsabend. Die Schüler der verschiedenen Schulformen werden eingeladen, die Ausstellung zu besuchen, und erhalten Anregungen, wie das Thema im Unterricht weitergeführt werden kann. Eine andere Zielgruppe sind die Senioren in unseren Pfarrgemeinden, aber auch die Mitarbeiter des ehrenamtlichen Hospizdienstes. Da die Ausstellung an sich – aus versicherungstechnischen Gründen – nur an einem Standort gezeigt werden kann, sollen die Angebote im Rahmenprogramm auch an anderen Orten stattfinden: Bibelgespräche, Filme, Gottesdienste – zum Beispiel ein Literaturgottesdienst – Konzerte, Vorträge zum Thema. Das Programm wird auf der Homepage der Pfarrei und in den Medien bekanntgegeben.

Allein können Sie das nicht stemmen? Wer hilft Ihnen bei der Ausstellung?

Schenk Wir hoffen – ähnlich wie bei der Ausstellung Lebensmuster – auf ganz viele ehrenamtliche Unterstützer. Die Ausstellung muss an allen Tagen von 9 bis 17 Uhr beaufsichtigt werden, donnerstags sogar bis 20.30 Uhr. Darüber hinaus brauchen wir Helfer, die den Besuchern den ein oder anderen Hinweis geben können – inhaltlich, aber auch organisatorisch. Wer bereit ist, sich einzubringen – und sei es nur mit ein paar Stunden – kann sich gerne im Pfarramt melden, Telefon (0 68 81) 23 23 oder pfarramt@pg-lebach.de. Für Interessierte gibt es einen Informationsabend am 6. März, 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Lebach, Pfarrgasse 9. Schön wäre es natürlich auch, wenn wir zur Deckung der Kosten, den ein oder anderen Sponsor finden könnten, denn der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

Die Fragen stellte Monika Kühn.