Die Nikolaus-Groß-Schule in Lebach verabschiedet ihren Schulleiter

Bernhard Britz : Die Schule war sein zweites Zuhause

Der Schulleiter der Nikolaus-Groß-Schule Lebach wird in den Ruhestand verabschiedet.

Wie viele Schüler mag er in den 16 Jahren, die er als Schulleiter an der Nikolaus-Groß-Schule tätig war, gesehen haben? Bernhard Britz (64), der am Freitag offiziell verabschiedet wird, vermag es nicht zu sagen. In fast 40 Jahren Schuldienst sei wohl einiges zusammen gekommen. Sein erster Schultag in Lebach war  am 4. September 2003. Vorher war er fünf Jahre in Dudweiler-Herrensohr an der Theodor-Heuss-Grundschule. Dem Lehrer für Sport und katholische Religion ist es immer wichtig gewesen, „dass sich alle wohl fühlen“.

Während seiner Amtszeit hat sich einiges verändert. Zunächst leitete er als Schulleiter die Nikolaus-Groß-Schulen, und zwar die Grundschule und die Erweiterte Realschule. „Durch die Umwandlung in die Gemeinschaftsschule“, erzählt Britz, „wurden die Schulen geteilt. Das heißt, Verena Laase ist seither für die Grundschule zuständig, ich für die Gemeinschaftsschule. Inhaltlich arbeiten wir zusammen wie vorher auch, nur organisatorisch getrennt.“ Auch die Schülerzahlen haben sich verändert. Zu Beginn seiner Tätigkeit in Lebach war die Grundschule einzügig, die Gemeinschaftsschule zweizügig. „Heute ist die Grundschule zweizügig, die Gemeinschaftsschule dreizügig“, erklärt Britz. Und die Schülerzahlen steigen weiter, schätzt Britz, derzeit werden 525 unterrichtet, 580 ist seine Prognose. Was er nicht mehr als Schulleiter aktiv erleben wird, ist die Oberstufe, die 2021 dazukommt. Das wird dann sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin übernehmen. „Ich weiß es aber noch nicht, wer das sein wird“, gibt Britz zu. Dem Neuen oder der Neuen möchte er aber die Schulkonzerte ans Herz legen. Britz hat sie ins Leben gerufen und sie finden alle zwei Jahre statt. „Bereits vier große Konzerte haben wir in der Stadthalle veranstaltet“, ist Britz stolz auf die musikalische Seite seiner Schule.

Wird er die Schule vermissen? „Ja, weil Eltern, Lehrer, Schüler, Mitarbeiter eine starke Gemeinschaft gebildet haben“, lautet seine Begründung. Sowohl negative als auch positive Ereignisse habe es gegeben, die ihn geprägt haben, „aber am Ende war alles immer gut“. Sein Motto ist immer gewesen: „Zu Hause ist da, wo nicht nur der Schlüssel passt, sondern auch das Herz sich wohlfühlt.“

Gut war vor allem die Renovierung der Michaelskapelle. Britz: „Dafür habe ich acht Jahre gekämpft.“ Und natürlich der zweite Bau, in dem jetzt komplett die Grundschule untergebracht sei. „Dafür habe ich zehn Jahre gekämpft“, ist Britz stolz, dass seit Ostern die Schüler im Bau VI untergebracht sind. „Nach zehn Jahren werden noch vor Schuljahresende die Container verschwinden“, kann der 64-Jährige auch dieses Kapitel abschließen. Gerne erinnert er sich auch an drei Schulfeste. „Mein erstes Schulfest war 2003 zum 25-jährigen Jubiläum zu Beginn meiner Zeit in Lebach. 2008 war das zweite besondere Schulfest zum 30. Geburtstag. Und zu Beginn des letzten Schuljahres haben wir das 40-Jährige mit Besuch des Bischofs gefeiert.“

Und was kommt jetzt, wenn die Schule nicht mehr an erster Stelle steht? Britz: „Ich bin in drei Vereinen tätig. Im Sportverein, beim Karneval und bin Präsident eines Orchesters. Dafür habe ich jetzt endlich mehr Zeit.“ Außerdem möchte er mit seiner Frau viele Reisen unternehmen und seiner Tochter und dem Schwiegersohn, die ein Haus gekauft haben, helfen. Bernhard Britz wird am Freitag, 7. Juni, in der Stadthalle Lebach offiziell verabschiedet, ist aber bis zum letzten Schultag am 28. Juni im Dienst.

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