1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Lebach

Koffer für die letzte Reise : Die Koffer für die letzte Reise sind zu

Koffer für die letzte Reise : Die Koffer für die letzte Reise sind zu

Die „Nacht der Kirchen“ in Lebach war zugleich Finissage der Ausstellung „einmal jenseits und zurück“.

Mit der Nacht der Kirchen endete in Lebach auch die Ausstellung „Koffer für die letzte Reise – einmal jenseits und zurück“. Gut besucht war an Pfingstsonntag die Nacht der Kirchen in der Lebacher Pfarrkirche. Viele nutzten diese Gelegenheit auch, um noch einmal durch die Ausstellung zu gehen, betonte Gemeindereferentin Marlene Schenk. Andrea Buchheit sorgte mit ihrem Chor kreuz und quer für eine dem Thema und Anlass entsprechende musikalische Untermalung. Der Chor sang Auszüge aus einer Gospelmesse und mit „Lichterloh“ und Gedanken zu Pfingsten endete die Nacht der Kirchen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte nur die Osterkerze gebrannt. Danach wurden im ganzen Gotteshaus überall Kerzen angezündet. Annette Kerber vom ehrenamtlichen Hospizdienst der Caritas las Gedanken von Mitarbeitern vor, die ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig sind. Dekanatskantor Jürgen Fröhlich führte zwei Orgelwerke auf aus der Pfingstmesse „Die Vögel und die Quellen“ und „Im Paradisum“. Als um 23 Uhr das „Himmliche Jerusalem“ erklang, schloss Pastor Hermann Zangerle den letzten Koffer der fünfwöchigen Ausstellung. Viele der 160 ehrenamtlichen Helfer waren ebenfalls gekommen, um die Koffer zu schließen. Zuvor hatte die Initiatorin Marlene Schenk noch drei Koffer exemplarisch für die über hundert vorgestellt und entprechende Bibelstellen dazu ausgewählt. Der Koffer von Ex-Minister Mörsdorf war dabei sowie ein Koffer mit dem letzten Hemd, das keine Taschen mehr hatte. Im dritten Koffer waren die Beiträge der Besucher. Diese konnten während der Ausstellung ihre Vorstellungen oder Wünsche notieren, was sie auf die letzte Reise mitnehmen würden und die Zettel in den Koffer legen. Die Beiträge wurden als Dank und Bitte vor Gott hingetragen.

Gut 2500 Besucher haben in den fünf Wochen die Ausstellung besucht. Ein eigenes Rahmenprogramm in den anderen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft oder an außergewöhnlichen Orten hatte ebenfalls durchweg gute Resonanz gefunden, so das Fazit von Schenk.