„Die Kapelle soll für alle zugänglich sein“

Steinbach · 1929 wurde die Marienkapelle auf Höchsten eingesegnet. Täglich kommen dort Menschen zum Beten hin. Vor einem Jahr hat sich ein Förderverein gegründet, um den Wallfahrtsort dauerhaft zu sichern.

Seit einem Jahr besteht der Förderverein Höchsten. Schon in kurzer Zeit konnten 80 Mitglieder gewonnen werden, freut sich Vorsitzender Franz-Rudolf Kirsch. Als erstes Ziel haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, einen behindertengerechten Zugang zur Kapelle zu bauen. Kapelle und der Aufgang vom Pilgerplatz her stehen unter Denkmalschutz. Nicht allerdings der Zugang von oben, vom Gasthaus Waldfriede. Dieser Zuweg ist zu steil, um ohne Hilfe mit Rollstuhl oder Rollator hinzukommen. "Doch die Kapelle soll für alle zugängig sein", meint nicht nur der Vorsitzende.

Die Planungen sind im vollen Gang. Ein Kostenvoranschlag von 15 000 Euro liege bereits vor. Der sieht vor, dass der Weg über viele kleine Podeste geführt werden soll, die Kanten werden abgeschrägt. Nun muss allerdings noch Trier zustimmen. Ein Architekt des Bistums muss sein Okay geben. Seitens des Denkmalamtes gebe es keine Bedenken.

Zu den Putzaktionen im Frühjahr und im Herbst kommen immer wieder viele freiwillige Helfer, die gern gesehen sind. Der Förderverein koordiniert diese Arbeiten.

Die Kapelle gehört zur Pfarrgemeinde St. Aloysius Steinbach , die auch für den Unterhalt zuständig ist. Es finden sich immer wieder Geldspender und Helfer für den Wallfahrtsort. Die Weihnachtskrippe zum Beispiel sei in die Jahre gekommen. Ein Dörsdorfer habe eine Neue gebaut, einer die Elektrik übernommen, die Tannenbäume seien gestiftet worden und sogar neue Krippenfiguren wurden von einem Spender gekauft, der nicht genannt werden möchte.

Ob eine Toiletteanlage in der Nähe des Pilgerplatzes gebaut werde, muss noch mit den Umweltbehörden geklärt werden. Darum kümmere sich aber der Kirchengemeinderat, betont Kirsch. Für ihn und den Förderverein ist erst einmal wichtig, dass "die Menschen an die Kapelle kommen, dass sie belebt wird".

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