Die Heimkehr des Altarkreuzes

Pastor Zangerle berichtet am Donnerstag, 17. März, über notwendige Sanierungsmaßnahmen am Niedersaubacher Gotteshaus. Außerdem wird das restaurierte Altarkreuz in der Antoniuskapelle aufgestellt.

Bevor in Niedersaubach 1910 die Dorfgemeinschaft die neue Antoniuskapelle fertigstellte, musste um die alte Antoniuskapelle, welche ursprünglich an der Säukaul stand (dem jetzigen Standort schräg gegenüber), abgerissen werden. Sie war baufällig geworden.

Entstanden ist diese alte Kapelle wahrscheinlich, wie der aus Niedersaubach stammende Pastor Nikolaus Grohs (1893 bis 1981) vermutete, am Ende der Napoleonischen Kriege. Sie muss nach den Skizzen von Nikolaus Grohs in etwa so ausgesehen haben wie die St. Luzia-Kapelle in Knorscheid, welche 1811 erbaut worden war.

Als die alte Kapelle abgerissen wurde, brachte man in ihrer Nachbarschaft sakrale Gegenstände in Sicherheit. Bei Altperdersch an der Säukaul landete ein Altarkreuz und ein grob behauener Weihwasserstein.

In den 1960er Jahren übergab man diese religiösen Kleinode einem Bruder des Losheimer Pastors, Alois Grohs, einem altgedienten Eppelborner Amtsvorsteher. Dessen Tochter, Edith Spaniol, hat nun diese Gegenstände auf dem Dachboden ihres Elternhauses wiedergefunden und den Niedersaubachern zurückgegeben, damit sie ihren Platz in der "neuen" Antoniuskapelle finden.

Der Niedersaubacher Schreiner Patrick Schu, der schon im letzten Jahr zum Volkstrauertag das Gefallenenkreuz in der Niedersaubacher Antoniuskapelle neu erschaffen hat, hat dieses kleine Altarkreuz restauriert; dabei hat er den verloren gegangenen Corpus durch eine ähnliche Christus-Figur aus Porzellan ersetzt, welche der Tholeyer Benediktiner-Bruder Wendel (besser bekannt als Johannes Naumann aus Thalexweiler) zur Verfügung gestellt hatte; Bruder Wendel schätzt, dass dieses Altarkreuz aus der Zeit kurz nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/ 71 stammt. Der viel ältere Weihwasserstein wurde zwecks Renovierung zum Überrother Steinmetz Edwin Reis gebracht.

Am Donnerstag, 17. März, 18.30 Uhr, wird nun Pastor Hermann Zangerle zur Donnerstagsmesse dieses heimgekehrte Altarkreuz in der neuen Antoniuskapelle aufstellen. Im Anschluss wird Pastor Zangerle über den baulichen Zustand der Antoniuskapelle berichten. Nicht wenige im Dorf machen sich Sorgen, weil an bestimmten Stellen des nördlichen Mauerwerks vor allem im Bereich der Sakristei deutlich sichtbare Feuchtigkeitsschäden aufgetreten sind. Ebenso ist über dem östlichen Eingangsportal ein Riss im Türbogen zu sehen, der bedenklich erscheint. Fachleute des Bistums haben Vorschläge zu Sanierungsmaßnahmen gemacht, welche Pastor Zangerle zügig anpacken will.

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