| 20:38 Uhr

Faasend
Die Fastnachtsbühne wird zum Spielcasino

Die jungen Frauen der Tanzgruppe No Name heizen dem Publikum ein und bekommen viel Applaus.
Die jungen Frauen der Tanzgruppe No Name heizen dem Publikum ein und bekommen viel Applaus. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Gresaubach. Die „Saubacher Narrenzunft“ steht seit 55 Jahren für beste Fastnachtsunterhaltung – das zeigt sie auch diesmal wieder. Von Carolin Merkel

Schon am Eingang zur Gresaubacher Mehrzweckhalle wurde es so manchem Narren bewusst: Wer zu spät kommt, den straft das Leben. Denn für Kurzentschlossene gab es am Samstagabend keine Karten mehr zur Galakappensitzung der „Saunazu“. Das bedeutet „Saubacher Narrenzunft“ und steht inzwischen seit 55 Jahren für einen langen, närrischen Abend gelungener Fastnachtsunterhaltung.


Viel Mühe hatten sich im Vorfeld die Helfer im Hintergrund in diesem Jahr mit dem aufwändigen Bühnenbild gegeben und die Bühne in ein waschechtes Spielcasino verwandelt. Dem Motto entsprechend kostümiert beobachtete der Elferrat mit seiner Präsidentin Silvia Thal das fröhliche Spektakel, das beim Narrenvolk überaus gut ankam.

Nach dem Einmarsch feierte der erst elf Jahre alte Niklas Fries mit seiner ersten Büttenrede als Schulkind Premiere und überzeugte das Publikum mit einem souveränen Auftritt.



Den legten auch Elias Kammer und Michel Hellbrück hin. Mit 14 Jahren gehören die beiden „Dummschwätzer“ ebenfalls zum Nachwuchs der Narrenzunft. Den gibt es bei der Saunazu aber auch bei den Tänzerinnen.

Viel Beifall gab es für die jungen Damen der Gruppe No Name. Auch sie hatten sich ganz dem Motto treu schick in Schale geworfen und begeisterten mit einer flotten Choreografie.

Mit dem Tanzen vorbei sein dürfte es in dieser Session allerdings für Thomas Scherer, einem der alten Hasen in der Bütt. Ziemlich lädiert an Kopf und Körper erklärte er in einem Vortag, wie er seine Geistesgegenwart verloren hat.

Einen großen Dank hat Thal übrigens für ihre Elferratskollegen, die immer wieder die Moderation übernehmen und sie unterstützen. Denn auch Silvia Thal kann es nicht lassen, geht noch immer sehr gern in die Bütt. „Das gehört für mich zur Fastnacht einfach dazu, schließlich ist es mein großes Hobby“, verriet sie kurz vor ihrem zweiten Auftritt des Abends. Den absolvierte sie als wachechtes Haumütterchen am Bügelbrett. Dass sie dabei allerdings einem überaus außergewöhnlichen Nebenjob nachgeht, gefiel den Zuschauern. Ihr sexy Talk entlockte dem Publikum viele Lachtränen.

Viel Beifall gab es in der Mehrzweckhalle dann zur späten Stunde auch für das Männerballett, immer ein Höhepunkt der Saalfastnacht – auch bei der Saunazu.