Die Basketball-Damen der Saarlouis Royals trainieren in Lebach mit Schülern

Basketball Saarlouis Royals : Basketball-Tricks von den Profis lernen

Spielerinnen der Saarlouis Royals trainieren mit Kindern von der Ruth-Schaumann-Schule und Nikolaus-Groß-Schule.

Laufen, Fangen, Werfen, Dribbeln. Alles auf einmal? Ja, das geht. Beim Basketball-Training in der Sporthalle der Ruth-Schaumann-Schule trainieren an diesem Morgen zirka 30 Kinder aus drei Klassen der Ruth-Schaumann-Schule (Klassen 2.2a/b) und der Nikolaus-Groß-Schule (NGS). Der gemeinsame Sportunterricht der beiden Schulen ist normal. „Und klappt hervorragend“, weiß Stefan Schweig, unter anderem Lehrer für Sport und Konrektor der Förderschule für Hörgeschädigte und Kommunikation.

Schweig hat genauso wie sein Kollege von der NGS, Johannes Groß, an diesem Morgen nur die Aufsicht, denn den Sportunterricht haben vier junge Damen übernommen, die bei den Saarlouis Royals in der Bundesliga Basketball spielen. Sie nehmen an einem Projekt teil, das auch an anderen Schulen im Saarland wie zum Beispiel in Saarbrücken und St. Ingbert durchgeführt wird. Normalerweise ist Kimberly Pohlmann alleine, aber zur ersten Trainingsstunde hat sich die Profispielerin Verstärkung mitgebracht: Nadjeschda Ilmberger und die beiden Amerikanerinnen Jessica Kovatch und Cherise Beynon.

Leider vergehen die 45 Minuten viel zu schnell, die Kinder sind traurig, als sich die Frauen verabschieden. Denn das Dribbeln macht vielen sehr viel Spaß. „Wir wollen den Kindern das Basketballspielen näher bringen“, erzählt Nadjeschda Ilmberger. Verschiedene Übungen haben sie sich ausgedacht. Dribbelkönig heißt eine. Denn die Kinder zwischen sieben und zehn Jahren seien zu klein, um schon ein Spiel mit Würfen auf den Korb zu machen. Konzentriert, fast andächtig, hören die Schüler zu, und die, die nicht alles hören können, bekommen von Nadine Minder in Gebärdensprache übersetzt. Sie ist Lehrerin, trainiert aber auch die zweite Damenmannschaft der Saarlouis Royals, wodurch auch der Kontakt zustande kam.

Das Übersetzen in Gebärdensprache muss während des Trainings schnell gehen, damit alle gleichzeitig ihre Übungen beginnen können. Das klappt richtig gut. Die Kinder haben volles Vertrauen zu ihren Lehrern, keine Angst vor dem Ball. Teilweise sind die Bälle etwas kleiner und leichter als die normalen Basketbälle. Und von den kleinen Bällen haben Udo Wolf und Tom Störmer, Vorstandsmitglieder der inexio Royals Saarlouis, den Schülern fünf als Geschenk mitgebracht. Die Kinder freuen sich riesig.

Elasu, acht Jahre, Schüler der NGS, hat schon mal Basketball gespielt. Es macht ihm viel Spaß und er würde gerne öfter spielen, sagt er. Neu ist das Spiel mit dem Basketball dagegen für die siebenjährige Jule, ebenfalls von der NGS: „Ich habe heute das erste Mal gespielt, und vor allem das Dribbeln finde ich schön.“

Der achtjährige Nuhat ist total begeistert. Seine Lehrerin, Nadine Minder, übersetzt ihm in Gebärdensprache. „Sehr gut“, fand er den Sportunterricht. Und: „Ich habe schon mal zu Hause gespielt“, verrät er. Vor allem das schnelle Laufen mit dem Ball im Slalom findet er toll. Ob er sich vorstellen könne, nicht nur in der Schule Basketball zu spielen? Ben, neun Jahre, Schüler der NGS, will darüber nachdenken: „Das weiß ich noch nicht, aber meine Mutter hat auch gut Basketball gespielt“, verrät er.

Wer Interesse hat, dass Bundesliga-Spielerinnen der Saarlouis Royals in die Schule kommen, melde sich bei der Geschäftstelle des Vereins, Stichwort: Schulprojekt mit den Royals, Telefon (0 68 31) 9 86 67 70 oder E-Mail: buero@bc-sls.de