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Der Weg des Wassers in den Hahn

Der Weg des Wassers in den Hahn

Seit 100 Jahren existiert in Lebach die zentrale Trinkwasserversorgung. Stadtwerke-Geschäftsführer Arno Graf, Rohrnetzmeister Armin Schiff und Wassermeister Roman Ciborsky informieren über die heutigen Wege des kostbaren Gutes in der Theelstadt.

 Rohrnetzmeister Armin Schiff (links) und Wassermeister Roman Ciborsky an einer Pumpe im Maschinenhaus.
Rohrnetzmeister Armin Schiff (links) und Wassermeister Roman Ciborsky an einer Pumpe im Maschinenhaus.

Lebach muss sein Trinkwasser nicht wie andere Kommunen aus weit entfernt liegenden Brunnen heranholen, sondern kann das Lebensmittel auf eigenem Gebiet gewinnen. Die Stadtwerke unterhalten in 120 Meter Tiefe sechs eigene Brunnen, aus denen jährlich 3,1 Millionen Kubikmeter Grundwasser gefördert werden. Von diesen wird es teilweise über mechanische Entsäuerungsanlagen in das 250 Kubikmeter fassende Reinwasserbecken des Maschinenhauses in der Poststraße befördert, sozusagen in das Herzstück der Trinkwasserversorgung. Damit es später auch in den Haushalten der weit verzweigten Stadtteile ankommt, muss es zunächst aber noch den Weg in die Hochbehälter Hoxberg, Eidenborn, Kastanienbaum, Tanneck und Ebert sowie in einen Hochbehälter im Eppelborner Ortsteil Humes nehmen.

Wasserpumpen mit Leistungen bis zu 340 000 Liter pro Stunde sorgen für die Überwindung des Höhenunterschiedes von 220 Meter über Normalhöhennull des Reinwasserbeckens bis beispielsweise zu den 415 Metern des Hoxbergs. Zum Behälter in Humes werden laut einer Vereinbarung zwischen den Lebacher Stadtwerken und dem Ottweiler Zweckverband täglich 2,1 Millionen Liter gepumpt. Von hier aus fließt das Trinkwasser auch in die Theeltal-Ortschaften Aschbach, Thalexweiler, Dörsdorf und Steinbach.

Die Stadt Lebach hält 51 Prozent Anteile der 1999 in ihrer heutigen Form gegründeten Stadtwerke in der Hand, die Stadtwerke Saarbrücken sind mit 49 Prozent beteiligt. Die Unternehmensleitung liegt in den Händen der beiden Geschäftsführer Arno Graf und Alfons Wintrich. Bürgermeister Klauspeter Brill ist Vorsitzender des Aufsichtsrates. Letzterer verweist auf die gute Qualität des Trinkwassers in seiner Stadt und betont, dass die Stadtwerke keine Mühen und Kosten scheuten, den hohen Standard beizubehalten. Laut Geschäftsführer Graf unterliegt das Trinkwasser ständigen Überprüfungen.

Neben täglichen Sichtkontrollen würden wöchentliche Proben zur Bestimmung mikrobiologischer Belastungen entnommen. Zudem würden sowohl das Rohwasser der Brunnen als auch das Reinwasser beim Verlassen des Maschinenhauses vierteljährlich durch das Karlsruher Technologiezentrum "Wasser" chemisch untersucht.