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Der Kindergarten in Gresaubach soll endlich saniert werden

Kindertagesstätte Gresaubach : Lösung für Kinder ist in Sicht

Die Kindertagesstätte in Gresaubach ist sanierungsbedürftig. Und das schon seit Jahren. Nun kommt Bewegung in die Sache – wenn der Stadtrat Lebach dem Ortsrat folgt.

Es gibt neue Hoffnung, dass die katholische Kindertagesstätte Herz-Jesu Gresaubach doch noch saniert werden kann. Unter Leitung von Ortsvorsteher Fred Metschberger sprach der Ortsrat einstimmig die Empfehlung aus, die Kita während der geplanten Sanierung in den Gebäudekomplex Wendalinushaus und alte Schule auszulagern. Derzeit werden 38 Kinder und fünf Krippenkinder betreut.

Mehr als 50 Zuschauer verfolgten die Ortsratssitzung im Wendalinushaus. Einzige Themen waren ein Sachstandsbericht zur Kita und die Beschlussfassung über einen Antrag der Kirchengemeinde. „Wir sind uns im Ortsrat einig, die Sanierung zügig anzugehen“, sagte Metschberger.

„Die Sanierung des Kindergartens ist zweifelsfrei dringend erforderlich“, sagte Bürgermeister Klauspeter Brill. Bereits im November hatte der Schmelzer Kirchengemeindeverband bei der Stadt Lebach offiziell beantragt, die Einrichtung während der Sanierungsphase in das Wendalinushaus auslagern zu dürfen. Im vergangenen Jahr hatte sich die Stadtverwaltung dazu noch zurückhaltend geäußert.

 In die Jahre gekommen: Der Gresaubacher Kindergarten muss dringend saniert werden. Seit acht Jahren wird hierüber diskutiert.
In die Jahre gekommen: Der Gresaubacher Kindergarten muss dringend saniert werden. Seit acht Jahren wird hierüber diskutiert. Foto: Dieter Lorig

Das Wendalinushaus wird als Dorfgemeinschaftstreff von Ortsvereinen und einem privaten Gastronomiebetrieb regelmäßig genutzt. Sollte der Lebacher Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 13. Februar, 18 Uhr, der Empfehlung des Ortsrats folgen, könnte frühestens Mitte 2021 mit dem notwendigen Umbau des Wendalinushauses und danach mit der Sanierung des alten Gebäudes begonnen werden.

„Nach Erteilung sämtlicher Genehmigungen ist der Umbau des Wendalinushauses für Zwecke des Kindergartens relativ rasch zu realisieren“, bestätigte Architekt Siegbert Barth. Laut seiner Schätzung sollen die komplette Sanierung und der Umbau des Ausweichquartiers zusammen knapp eine Million Euro kosten. „Die Kita-Trägergesellschaft hofft natürlich auf Zuschüsse für das Projekt vom Land, Kreis, Bistum und von der Stadt“, berichtete Barth. Nach seiner Einschätzung dürfte die Sanierung etwa zwei Jahre dauern. „Wir haben Zuschüsse von insgesamt etwa 150 000 Euro in unserem Haushalt eingeplant“, bestätigte Stadtkämmerer Jörg Wendels.

 Der Gresaubacher Ortsrat sprach sich einstimmig für die Sanierung der Kita und die zeitweise Auslagerung der Einrichtung in das Wendalinushaus aus.
Der Gresaubacher Ortsrat sprach sich einstimmig für die Sanierung der Kita und die zeitweise Auslagerung der Einrichtung in das Wendalinushaus aus. Foto: Dieter Lorig

Über den Neubau und alternativ eine Grundsanierung sowie über eine Qualitätsverbesserung der Einrichtung wird in Gresaubach schon seit 2012 diskutiert. Träger des Kindergartens ist die katholische Kita gGmbH, in der das Bistum und die Kirchengemeinden Mitgesellschafter sind. „Mit diesem Thema habe ich mir bereits einige schlaflose Nächte und unschöne Kommentare von Bürgern eingehandelt“, berichtet Ortsvorsteher Metschberger. Mit 2,4 Millionen Euro wäre ein Neubau in Trägerschaft der Stadt, wie 2012 schon mal im Gespräch, viel zu teuer geworden. „Die Sanierungsphase mit Mietcontainern zu überbrücken, hätte die Kirche zusätzlich 300 000 Euro gekostet“, bestätigte Barth.

Alternative Standorte für die Aufstellung von Containern hätten sich nicht realisieren lassen. Einer zeitweisen Verlagerung unter die Kirchenempore und in den Pfarrsaal der Unterkirche hatten das Gesundheits- und Landesjugendamt nicht zugestimmt.

„Mit der jetzt angestrebten Lösung muss für den Theaterverein, der Probe- und Lagerräume im Wendalinushaus hat, eine andere temporäre Unterbringung gefunden werden“, forderte Ortsratsmitglied Dieter Pfeifer (SPD) im Namen der Schauspieler. „Mir wäre die Variante mit Mietcontainer als Zwischenlösung lieber gewesen“, sagte Zuschauerin Sabrina Lampe.

Für Zuschauerin Anne-Katrin Thewes ist vor allem wichtig, dass endlich eine Lösung des Problems gefunden worden sei. Erleichterung auch bei Kita-Leiterin Anne Woll: „Die Raumsituation in der Einrichtung ist unbefriedigend – gut, dass jetzt Lösungen angegangen werden.“