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Der Gipfel an Spaß und Anstrengung

Der Gipfel an Spaß und Anstrengung

Steile Anstiege auf schmalen Pfaden ließen vor einer Woche beim 3. Hoxberg-Lauf des TV Lebach den Schweiß rinnen und die Muskeln glühen. Doch nur 56 Berglauf-Fans nahmen die Herausforderung an. Am Ende hatten Sammy Schu und Martina Werth am Gipfel die Nase vorn.

Als Martina Werth am Samstag vor einer Woche beim 3. Hoxberg-Lauf die Ziellinie am Fernsehturm passierte, strahlte sie. Für den Siegeslauf auf der zehn Kilometer langen "Hausstrecke" hatte die Läuferin vom Ausrichter TV Lebach 55:05 Minuten benötigt und dabei satte 495 Höhenmeter überwunden. Trotzdem kullerten nur winzige Schweißperlen über ihr Gesicht. Erschöpft wirkte die 37-Jährige nicht, aber das täuschte. "Dies ist sicher der anspruchsvollste saarländische Berglauf. Es hat Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend", gab Werth offen zu.

Sammy Schu kam schon nach 42:21 Minuten oben an. Der Athlet von den LTF Marpingen war - wie schon im vergangenen Jahr - der erste Mann, der von den Zuschauern auf der 400 Meter langen Schluss-Rampe angefeuert worden war. Die 65 Höhenmeter auf dem letzten Anstieg mussten danach alle 56 Berglauf-Fans überwinden. Ein Zielsprint war natürlich nicht möglich.

Auch Reifen hätten hier Probleme gehabt, deshalb wurde auf das sogenannte "Besen-Fahrrad" lieber verzichtet. Die Rolle der Schluss-Läuferin übernahm die Abteilungsleiterin des TV Lebach . Ruth Lauermann lotste die letzten Teilnehmer sicher ins Ziel. Die von ihr behütete Läufer-Schar war diesmal allerdings gut überschaubar. Nach nur 26 Voranmeldungen meldeten sich am Tag immerhin noch genügend Läufer nach. "Unter 50 Teilnehmern hätte es kaum Sinn gemacht. Da legst du als Ausrichter drauf und hast den ganzen Aufwand", atmete Lauermann vor dem Start erleichtert auf. Im Vorjahr waren es immerhin noch 80 Läufer, die den Gipfel stürmten.

Vor den Erwachsenen schnupperten die Mädchen und Jungen beim Schüler-Rennen Berglauf-Luft. Auf dem 1,5 Kilometer langen Hügelkurs setzten sich Lars Risch vom TV Kirkel und Rebana Balzert vom TV Köllerbach durch. Der Puls raste, die Lungen brannten, trotzdem hatte die elf Jahre alte Siegerin später noch genügend Luft für ein kurzes Interview. "Es ging viel bergauf, und der Boden war steinig, aber es lief richtig gut für mich", resümierte Rebana zufrieden. Zufrieden und erschöpft waren die meisten, die sich in Lebach hinauf zum Gipfel auf 414 Meter gequält hatten. Lauf-Koordinator Otto Penkhues hatte an den haarigsten Stellen vorher weiße Spruch-Täfelchen platziert. Darauf nur wenige, aber treffende Worte wie diese, die zum Durchhalten motivierten: "Der Schmerz geht - der Stolz bleibt."

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Auf einen Blick3. Hoxberg-Lauf des TV Lebach :Hauptlauf, Frauen: 1. Martina Werth, TV Lebach , 0:55:05 Stunden; 2. Claudia Balzert, TV Köllerbach, 1:00:34 Stunden; 3. Patricia Schmidt, LSG Saarlouis, 1:00:40 Stunden. Männer: Sammy Schu, LTF Marpingen , 0:42:21 Stunden; Björn Kammer, LC Völklingen; 0:43:56 Stunden; 3. Milan Augustijns, DCLA Belgien, 0:44:20 Stunden.Schüler-Lauf, Mädchen: Rebana Balzert, TV Köllerbach, 07:17 Minuten; Jolina Schmitt, LC Warndt, 07:26 Minuten.Jungen: Lars Risch, TV Kirkel , 07:00 Minuten; 2. Joshua Trampert, LC Schmelz, 07:36 Minuten; 3. Lennox Bartsch, TV Lebach , 07:58 Minuten. ros