| 20:12 Uhr

Volleyball
Der Favorit wackelt, aber er fällt nicht

Emely Zapp und Anita Nawrat (v.l.) gaben keinen Ball verloren. Dennoch reichte es nicht zum Sieg.
Emely Zapp und Anita Nawrat (v.l.) gaben keinen Ball verloren. Dennoch reichte es nicht zum Sieg. FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel
Lebach. Lebachs Drittliga-Volleyballerinnen unterliegen Tabellenführer Wiesbaden II mit 1:3. Von Roland Schmidt

Am Samstag wurden die Volleyballerinnen des TV Lebach im Heimspiel gegen den VC Wiesbaden II ihrer Rolle als Favoritenschreck erneut gerecht, doch diesmal sprang vor rund 300 Zuschauern in der Sporthalle Lebach nichts Zählbares heraus. „Wir haben es nicht durchgezogen und viele Eigenfehler produziert. Da war mehr drin“, kommentierte TV-Trainer Philipp Betz die 1:3-Niederlage und verwies auf die Satzergebnisse (25:23, 16:25, 15:25 und 27:29).


In der bald endenden Premierensaison in der 3. Bundesliga hat sein Team mehrfach gezeigt, dass es mithalten kann. Das dokumentierte der Aufsteiger etwa durch die zwei Siege gegen den damaligen Spitzenreiter Sinsheim oder den Erfolg gegen Titelanwärter TV Holz. Auch gegen den hessischen Beinahe-Meister Wiesbaden (führt die Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung vor Sinsheim an) spielte der Aufsteiger frech auf – nachdem der Fehlstart verdaut war. 0:6 stand es nach drei Minuten.

Dann wachte Lebach auf. „Wir haben uns herangekämpft und riskierten etwas. So haben wir den ersten Satz knapp gewinnen können“, beschrieb Anita Nawrat die Anfangsphase, die Kraft kostete. Im zweiten und dritten Satz ließ Lebach die Gäste gewähren. „Wir konnten sie nicht unter Druck setzen, weder mit Angaben noch im Angriff“, bedauerte die TV-Spielführerin die Schwächephase. Im vierten Durchgang nahm ihre Mannschaft den Kampf wieder auf. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch, den Gang in den Tiebreak schaffte Lebach aber nicht mehr, weil es in der entscheidenden Phase zwei Großchancen vergab.



 Nach zwei vergebenen Satzbällen (24:23, 27:26) war es in der 85. Minute passiert. Als Nawrat den Ball ins Aus schlug, sorgte das für großen Jubel bei den Gästen, die erleichtert wirkten. „Einen Punkt hätten wir definitiv behalten müssen“, haderte dagegen Lebachs Svenja Zapp.

Im Kampf um den Klassenverbleib hat Lebach drei Spiele vor Schluss aber weiterhin gute Karten. Bei sechs Zählern Abstand zur Abstiegszone braucht der Tabellensiebte rechnerisch noch drei Punkte, um auf Nummer sicher zu gehen. Im Heimspiel gegen Schlusslicht MTV Stuttgart sollte das am Samstag ab 19.30 Uhr machbar sein.