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Friedhof Landsweiler
Das Unglück nicht vergessen

Ortsvorsteher Tobias Weber (links) und Peter Neises montieren die Gedenktafel an die verunglückten Bergleute von Luisental.
Ortsvorsteher Tobias Weber (links) und Peter Neises montieren die Gedenktafel an die verunglückten Bergleute von Luisental. FOTO: Neises
Landsweiler. Gedenktafel auf dem Friedhof in Landsweiler erinnert an getötete Bergleute von Luisenthal.

Eine Gedenktafel auf dem Friedhof in Landsweiler erinnert an die verunglückten Bergleute von Luisenthal. Das Grabfeld der 1962 verunglückten Bergleute ist in die Jahre gekommen, der Grabstein mit dem auferstandenen Christus ist nicht mehr standfest, außerdem hat der Zahn der Zeit an dem Stein genagt. Eine Restaurierung wäre zu teuer gekommen, erklärt Ortsvorsteher Tobias Weber.


Im Ortsrat und mit den Angehörigen habe man sich daher auf einen Gedenkstein geeinigt, auf dem die sieben Namen der Opfer von Luisenthal verewigt sind. Außerdem wird auf der Gedenkplatte ein weiteres Grubenopfer genannt, der zwei Monate später in der Grube tödlich verunglückte und dessen Grab sich neben dem Luisenthal-Feld befand. Weber will in den nächsten Tagen die Angehörigen über die neue Gedenktafel informieren und nachfragen, ob diese die Grabplatten als Erinnerung behalten wollen.

Dort, wo jetzt noch die Luisenthalgräber sind, liegen auch zwei Geistliche aus Landsweiler beerdigt. Zusammen mit der Pfarrgemeinde, den Angehörigen, der Friedhofsverwaltung und dem Ortsrat will Weber klären, was mit diesen Gräbern geschehen soll oder ob sie in die Neugestaltung dieses Feldes eingebettet werden sollen. Denn dieser Bereich würde sich als Urnengemeinschaftsanlage anbieten, die in Landsweiler errichtet werden soll. „Die jetzige Hecke hier ist wirklich nichts Schönes mehr“, merkt Weber an. Da in der Urnenwand nur noch vier Kammern frei sind, solle in Kürze über die Urnengemeinschaftsanlage beraten werden.