Schulentwicklung Das Lebacher Lehrschwimmbecken bleibt trocken

Lebach · Das Becken an den Förderschulen in Lebach ist immer noch dicht. Wie lange das noch so bleibt, steht in den Sternen.

 Ein Bild aus alten Zeiten: Das Archivfoto zeigt Mitglieder des Kneippvereins Lebach bei der Wassergymnastik im Lehrschwimmbecken der Lebacher Förderschulen.

Ein Bild aus alten Zeiten: Das Archivfoto zeigt Mitglieder des Kneippvereins Lebach bei der Wassergymnastik im Lehrschwimmbecken der Lebacher Förderschulen.

Foto: Friedel Scherer

Noch immer ist das Lehrschwimmbecken an den Förderschulen in Lebach geschlossen. Noch immer tut sich nichts. Im September 2018 haben wir über die Prüfung des Rechnungshofes berichtet. Daraus ging hervor, dass beide Ministerien – Innenministerium und Kultusministerium – eine Bauplanung vorgelegt haben, die bis 2020 berücksichtigt werden soll.

Auf Nachfrage beim Kultusministerium hieß es von der Pressestelle, dass sich für die Entwicklung des Schulareals Lebach im Juli 2017 ein Lenkungsausschuss aus Vertretern des Ministeriums für Bildung und Kultur und des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport konstituiert habe. Auch die Schulleitungen vor Ort (Louis-Braille-Schule, Ruth-Schaumann-Schule, Nikolaus-Groß-Schule) seien aktiv in die Arbeit des Lenkungsausschusses mit einbezogen, insbesondere wenn es um die Umsetzung pädagogischer Konzepte und Fragen der Schulentwicklungsplanung gehe. Die Arbeit des Lenkungsausschusses werde voraussichtlich 2019 abgeschlossen.

Auf die Frage, was auf dem Schulareal Lebach und vor allem mit dem Lehrschwimmbecken passiert, teilt das Ministerium mit, dass das Schulareal Lebach einer ständigen Weiterentwicklung mit fortlaufenden kleineren und größeren Baumaßnahmen in unterschiedlichen Gebäuden/Gebäudeteilen unterliege. Beispielsweise sei in den Haushaltsjahren 2014/2015 das erste Obergeschoss von Gebäude VII komplett für den Grundschulbereich der Ruth-Schaumann-Schule saniert worden. Dieser war bis dahin in Gebäude VI untergebracht. Für die Verlagerung des Grundschulbereichs der Ruth-Schaumann-Schule von Gebäude VI in Gebäude VII wurden Landesmittel in Höhe von rund einer Million Euro eingesetzt, heißt es in der schriftlichen Mitteilung. Das Gebäude VIII sei in den Haushaltsjahren 2017/2018 mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro für die Louis-Braille-Schule saniert worden und sei sowohl technisch als auch konzeptionell nun auf dem neuesten Stand.

Am Gebäude XI seien im Haushaltsjahr 2018 rund 100 000 Euro in den Brandschutz investiert und in den vergangenen Jahren spezielle Decken zur Steigerung der Unterrichtsqualität eingebaut worden.

Die Herrichtung von Gebäude VI für den Grundschulbereich der Nikolaus-Groß-Schule ist mittlerweile abgeschlossen. Hier wurden laut Ministerium 3,9 Millionen Euro investiert.

Was viele Menschen besonders interessiert ist jedoch die Frage nach dem Schwimmbad. Schließlich haben auch Mitglieder des Kneippvereins Lebach das Becken in der Vergangenheit genutzt. „Die Bestandserfassung/Ist-Analyse der Turn- und Schwimmhalle ist noch in der baufachlichen Bearbeitung. Erst nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse einer durch das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport beauftragten Fachfirma kann über den weiteren Umgang mit diesem Gebäude entschieden werden“, heißt es aus Saarbrücken. Und weiter: „Derzeit können weder Aussagen über einen möglichen Baubeginn noch über die Höhe damit einhergehender Kosten getroffen werden. Die baulichen Maßnahmen in und an der Schule müssen parallel zum laufenden Schulbetrieb stattfinden. Wir müssen darauf achten, dass hier der Schulbetrieb nicht über Gebühr belastet wird, gerade hinsichtlich des besonderen Förderbedarfs der Schüler.“

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