Regenüberlaufbecken Bürgerdialog zu Kanalbauarbeiten

Steinbach · Der EVS plant bis Herbst 2018, den Regenüberlauf und Kanäle in Steinbach zu erneuern. Rund 50 Bürger informierten sich über die Bauarbeiten.

 Während der Infoveranstaltung erläuterte EVS-Mitarbeiter und Projektleiter Patrick Kaiser die technischen Details der Bauarbeiten im Steinbacher Kanalnetz und beantwortete Fragen der Bürger.

Während der Infoveranstaltung erläuterte EVS-Mitarbeiter und Projektleiter Patrick Kaiser die technischen Details der Bauarbeiten im Steinbacher Kanalnetz und beantwortete Fragen der Bürger.

Foto: Dieter Lorig

Rund zwei Millionen Euro investiert der Entsorgungsverband Saar (EVS) bis September 2018 in die Erneuerung von Regenüberlaufbauwerken im Lebacher Stadtteil Steinbach.

Während der Bauarbeiten kommt es im Bereich der Bachstraße und dem Sackgassenbereich der Gresaubacher Straße sowie in der Haupt- und Hubertusstraße zu Verkehrseinschränkungen und Lärmbelästigungen durch Lkw  und Baufahrzeuge. Zudem werde ein Baustellenlagerplatz am Parkplatz vor dem Sportplatz eingerichtet.

Dies teilten Vertreter des EVS in einer ersten Informationsveranstaltung im Gasthaus Sträßer mit. Dorthin waren knapp 50 Bürger, Lokalpolitiker und Bürgermeister Klauspeter Brill der Einladung des EVS gefolgt, um sich über Umfang und Verlauf der Bauarbeiten zu informieren und Fragen zu stellen. „Wir sind bemüht, die Unannehmlichkeiten bei der Umsetzung dieses für den Umweltschutz wichtigen Projektes auf ein Mindestmaß zu reduzieren“, erläuterte Michael Philippi, Geschäftsführer des EVS. Der warb bei den Bürgern um Verständnis, dass es nicht ganz ohne Beeinträchtigungen gehe.

Technische Details zu den Arbeiten, mit denen bereits Mitte September begonnen wurde, erläuterte EVS-Projektleiter Patrick Kaiser. „Die 1980 in Steinbach gebauten Regenüberlaufbauwerke entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik“, begründete Kaiser, warum im Abwasserkanalsystem neue Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut werden müssen, „Die bisherigen Sammler sind bei starken Regenfällen zunehmend überlastet.“

In den neuen größeren Rückhaltebecken werde künftig jeweils bis zu 100 Kubikmeter Schmutz- und Regenwasser gespeichert. „Dies führt zu einer Entlastung des Hauptsammlers und erlaubt gleichzeitig überschüssiges sowie stark verdünntes und damit unschädliches Mischwasser in einen Bach abzuleiten“, erläuterte Kaiser. Sorge bereitet dem Ehepaar Michael und Gertrud Ludwig, ob die Entleerung von Mülltonnen während der Bauphase in der Bachstraße immer möglich sei. „Es wird dort höchstens eine halbseitige Sperrung der Straße mit Ampelregelung geben“, antwortete Kaiser.

Rainer Perius wies auf mögliche Engpässe durch Lkw- und Traktorverkehr in der Gresaubacher Straße während der Bauarbeiten hin. „Wir werden gemeinsam mit der Ortspolizeibehörde und dem Landkreis eine praktikable Lösung finden“, sagte Philippi zu.

Erwin Kreuz regte die Verfilmung der alten Kanäle auf deren Zustand hin an.

Damit sei im Stadtgebiet bereits begonnen worden, bestätigte ein Mitarbeiter der Stadtwerke. „Ich bin mit dem geplanten Bau eines Inspektionsschachtes auf meinem Grundstück nicht einverstanden“, klagte Winfried Nicolay. „Wenn es eine alternative und vernünftige Lösung hierfür gibt, werden wir uns nicht verschließen“, beruhigte EVS-Geschäftsführer Philippi den besorgten Bürger.

Für die Beantwortung weiterer Fragen steht beim EVS Projektleiter Kaiser unter Tel. (0681) 5 00 02 26 zur Verfügung.