Bürger der Stadtteile pflegen ihre Grünflächen selbst

Bürger der Stadtteile pflegen ihre Grünflächen selbst

Die Stadt Lebach bittet Bürger, Vereine oder Verbände in den einzelnen Stadtteilen, die Pflege von Grünflächen zu übernehmen. Damit soll Geld gespart werden. Personell kann der Bauhof nicht mehr alle gärtnerischen Arbeiten stemmen. Wir fragten in den einzelnen Stadtteilen nach, wie dieser Vorschlag aufgenommen wird.

Lebach hat ein Grünflächenkataster erstellt. Darin sind alle Grünflächen in Lebach und seinen Stadtteilen aufgelistet, die gepflegt werden müssen. Die Stadt, so war aus dem Rathaus zu erfahren, hat personell nicht mehr die Möglichkeit, auch die kleinsten Grünflächen so zu pflegen, wie es wünschenswert wäre. Der Bauhof sei ausgelastet. Und um Fremdfirmen mit diesen Arbeiten zu beauftragen, fehle das Geld. Während der Vegetationsphase greift die Kommune allerdings weiterhin auf die Arbeitskraft von externen Firmen zurück. Die Arbeiten auf den Friedhöfen werden weiterhin vom Bauhof erledigt. Zusammen mit den Ortsvorstehern hat die Verwaltung einen Katalog erstellt, wo die einzelnen zu pflegenden Grünflächen aufgelistet sind, und welche Flächen zukünftig zur Pflege abgegeben werden. In den Dörfern können Vereine, Gruppen oder Privatpersonen solche Pflege-Patenschaften ab dem 1. Juli übernehmen. Dafür gibt es einen bestimmten Geldbetrag, über dessen Nutzung der Ortsrat frei verfügen und beschließen kann. Für die Entsorgung des Schnittgutes werde garantiert, Entschädigungen von Auslagen, wie Benzinkosten, ist möglich.

In Aschbach ist die Aktion bestens angelaufen. Stolz ist Ortsvorsteher Josef Nickolai, dass schon für die Hälfte der Grünflächen Paten gefunden wurden.

In Dörsdorf pflegen der Ortsrat und der "Freundeskreis des Markthäuschens Dörsdorf und Ortsarchiv" die Grünflächen, erklärt Ortsvorsteher Armin Caspar. Der Freundeskreis besteht aus 20 Mitgliedern. Das erwirtschaftete Geld geht komplett auf das Konto des Freundeskreises, der sich dann um die Pflege des Markthäuschens und Ortsarchivs kümmert. Hilfsmittel zur Pflege der Flächen werden beziehungsweise wurden ebenfalls vom Freundeskreis angeschafft.

In Gresaubach ist Ortsvorsteher Fred Metschberger sehr zufrieden mit den Rückmeldungen. In der ersten Sitzung wurden direkt zehn von 20 Flächen vergeben. Darunter auch der Dorfplatz, den die Vereinsgemeinschaft pflegen will. Feuerwehr und Pensionärsverein zeichnen schon seit Jahren für bestimmte Flächen verantwortlich.

Bei uns sind einige Dinge im Gange, es sind noch Fragen offen, meint der Landsweiler Ortsvorsteher Franz Penth. Penth könne sich vorstellen, dass Vereine zum Beispiel mit der Pflege des Kirmesplatzes ihre Kasse erheblich aufbessern könnten.

Niedersaubachs Ortsvorsteher Hans Schmitz will noch Gespräche führen und bestimmte Gruppen oder Leute ansprechen, damit sie die Pflege übernehmen.

Für den Stadtteil Lebach haben die Patenschaften keine Bedeutung. Die Stadtverwaltung, das Amt für Grünanlagen, hat entschieden, dass aufgrund der Vielzahl und der jeweiligen Größe der Grünflächen Patenschaften nicht möglich seien, teilt Ortsvorsteher Thomas Reuter mit. Die Pflege der Grünflächen wird weiterhin vom Bauhof oder in Einzelfällen von Fremdfirmen übernommen.