Buchpräsentation zum Jubiläum 150 Jahre Feuerwehr Lebach

150 Jahre Feuerwehr Lebach : „Ein Muss für alle“, sagt der Bürgermeister

Viel Lob gibt es für die Autoren bei der Buchpräsentation zum Jubiläum 150 Jahre Feuerwehr Lebach.

„Wenn es brenzlig wird.112/150 Jahre Feuerwehr Lebach“, lautet der Titel eines Buches, das am Freitag im Lebacher Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Buch mit 340 Seiten und rund 150 Abbildungen dokumentiert in 40 Kapiteln die 150-jährige Geschichte der Lebacher Feuerwehr. Es ist ein Gemeinschaftswerk der beiden Autoren Martin Hell und Michael Seifert.

Der Kommunikationsdesigner Professor Ivica Maksimovic gestaltete das Buch. Gedruckt wurde es von der Saarbrücker reha gmbh mit einer Auflage von 400 Exemplaren. Etwa 130 Besucher, darunter sehr viele Feuerwehrleute, waren der Einladung des Fördervereins der Feuerwehr zur Buchpräsentation gefolgt.

„Heute ist ein nicht alltägliches Ereignis, an dem wir etwas Einmaliges präsentieren, von dem unsere Nachkommen und die künftigen Feuerwehrgenerationen noch etwas haben werden“, schwärmt Thomas Schwinn, Moderator bei der Buchvorstellung. „Das Buch ist ein Muss für alle Lebacher und Feuerwehrleute in der Stadt“, sagt Bürgermeister Klauspeter Brill.

„Unsere Feuerwehr wurde am 7. November 1869 als Feuerlösch-Kompanie gegründet“, erläutert Autor Hell, pensionierter Gymnasiallehrer. Der Beleg dafür sei die Gründungsurkunde mit 83 Unterschriften. „Vor der offiziellen Gründung gab es in dem Theeltalort bereits eine Pflichtfeuerwehr, über deren Bestand immer wieder kontrovers diskutiert wurde“, erzählt der Buchautor weiter. Der Begriff „freiwillige Feuerwehr“ werde in Lebach nachweislich erst ab 1899 verwendet.

Das Foto mit der Lebacher Feuerwehr im Jahr 1938 vor deren erstem Einsatzfahrzeug, einem Opel-Blitz, ist im Jubiläumsbuch zu finden. Foto: Dieter Lorig

„Die zwei Jahre dauernde Recherche für dieses Buch waren sehr spannend und die Gespräche mit Zeitzeugen äußerst interessant“, erzählt Autor Seifert, der bei der Saarbrücker Berufsfeuerwehr arbeitet. Bei ihrer Recherche stützten sich die Autoren überwiegend auf Fotos und Dokumente aus dem Lebacher Stadtarchiv. Dort fanden die Autoren auch Unterlagen, aus denen ersichtlich ist, wie vielfältig die Technik bei der Feuerwehr in den letzten 100 Jahren geworden ist. „1929 verfügte die Lebacher Wehr über 40 Geräte, heute sind es über 200“, erzählt Michael Seifert. Vielfältig unterstützt wurden die Autoren bei ihrer Recherche vom städtischen Bibliothekar Hans Huth. „Das Buch ist eine Hommage an die Lebacher Feuerwehr“, gibt Professor Maksimovic zu verstehen. Er hat das Layout des Buches und den Einband gestaltet. „Für die Aufnahme des Titelbildes musste ich sogar ein Buch verbrennen“, erzählt Maksimovic dem staunenden Publikum. Aber auch ansonsten bietet das außergewöhnliche Design des Buches so manche Überraschung. Kaum noch bekannt ist heute, dass die Lebacher Feuerwehr 1920 für kurze Zeit von einer Frau geführt wurde, nämlich Therese Altmeyer.

„Dieses Buch hält einen wichtigen Teil der Lebacher Geschichte in Erinnerung“, sagt Franz Sauer. Der 89-Jährige ist heute der älteste Lebacher Feuerwehrangehörige. Ab 1967 war er für drei Jahre der letzte nicht gewählte Wehrführer in Lebach. „Wir sind stolz, dass unsere Feuerwehrgeschichte mit diesem Buch aufgearbeitet worden ist“, sagt Gerhard Sauer, Löschbezirksführer der Theeltalstadt.

„Wenn es brenzlig wird. 112/150 Jahre Feuerwehr Lebach“, 340 Seiten mit 150 Abbildungen. Autoren: Martin Hell und Michael Seifert. Herausgeber: Förderverein Feuerwehr Lebach. ISBN: 9783000625978, erhältlich im örtlichen Buchhandel und im Online-Versandhandel.

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