Brennerei Franz Penth: Schnapsideen aus dem Saarland

Brennerei Franz Penth: Schnapsideen aus dem Saarland

Zurzeit herrscht in der Brennerei von Franz Penth Hochbetrieb: Die Obsternte ist in vollem Gange, und so werden täglich Mirabellen, Zwetschgen, Äpfel, Quitten und andere Früchte angeliefert. Franz Penth stellt daraus edle Brände und Liköre her. Im Schnitt bis zu 1000 Mal wird der Kessel in der Brennerei pro Jahr gefüllt, das entspricht etwa 100 Tonnen Obst und rund 15.000 Liter Schnaps. "Es gibt aber Ausreißer, sowohl nach oben als auch nach unten", berichtet Penth, der in seiner langen Tätigkeit auch schon 1700 Kesselfüllungen und in Jahren der Missernte auch mal nur 100 Füllungen erlebt hat. Die Abwärme des Brenners nutzt Penth für die Heizung, in dem er sie über das Kühlwasser in einen Pufferspeicher leitet. Bei der Likörherstellung werden die Früchte mit Alkohol angesetzt, so dass dieser die Aromen aufnehmen kann, anschließend werden die Obstrückstände abgeseit, der Likör gefiltert und mit Zucker angereichert. "Das Verhältnis von Säure und Zucker muss stimmen", betont der erfahrene Destillateur- und Fruchtsaftmeister. Seine Meisterprüfung hat er in Berlin erfolgreich abgelegt. Eine Ausbildung brauchte er nicht. "Ich war gerade mal acht Jahre, da habe ich meinem Vater schon beim Brennen über die Schulter geschaut und auch selbst mitgeholfen", berichtet er. 1981 übernahm er die Brennerei von seinem Vater. Neben den gängigen Sorten stellt er heute auch Hagebutten- und Ebereschen-Schnaps, Spargelgeist und "Hundsärsch" (Mispelschnaps) her. Die edlen Brände und Liköre werden dann abgefüllt, wobei Franz Penth auf Geschenk- und exquisite Schmuckflaschen spezialisiert ist. Die bezieht er bei Glasbläsereien in ganz Deutschland, die ihm auch für Sonderanfertigungen zur Verfügung stehen. So kann Penth dort zum Beispiel für Firmen oder Vereine ganz spezielle Flaschen nach den individuellen Kundenwünschen gestalten lassen. Der Betrieb ist auch Abfindungsbrennerei. Das heißt, Privatpersonen können dort ihr Obst brennen lassen. Dazu wird die angelieferte Obstmenge beim Hauptzollamt in Stuttgart angemeldet, das die Steuer nach dem so genannten Ausbeutesatz berechnet. Ein Beispiel: Für Apfelmaische beträgt der Ausbeutesatz 3,6 %. Meldet der Brenner 200 Liter Apfelmaische an, dann erhält er einen Steuer- oder Ablieferungsbescheid über 3,6 Prozent von 200 = 7,2 Liter Alkohol. Mehrausbeuten, auch Überbrand genannt, gehen steuerfrei in den Besitz des Brenners über. Minderausbeuten gehen zu Lasten des Brenners. Sie kommen aber so gut wie nie vor, im Durchschnitt beträgt die Überausbeute 40 Prozent. Der Obstbesitzer entscheidet, ob der nominell entstehende Branntwein an die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein abgeliefert oder versteuert werden soll. Viele machen von dieser Möglichkeit Gebrauch und behalten nur den steuerfreien Überbrand. Diese Möglichkeit endet aber mit der Außerkraftsetzung des Branntweinmonopolgesetzes zum 31. Dezember 2017. Franz Penth befürchtet, dass das Brennen dann für die Besitzer größerer Streuobstwiesen nicht mehr rentabel ist und die Streuobstwiesen nicht mehr bewirtschaftet werden.

Zurzeit herrscht in der Brennerei von Franz Penth Hochbetrieb: Die Obsternte ist in vollem Gange, und so werden täglich Mirabellen, Zwetschgen, Äpfel, Quitten und andere Früchte angeliefert. Franz Penth stellt daraus edle Brände und Liköre her. Im Schnitt bis zu 1000 Mal wird der Kessel in der Brennerei pro Jahr gefüllt, das entspricht etwa 100 Tonnen Obst und rund 15.000 Liter Schnaps. "Es gibt aber Ausreißer, sowohl nach oben als auch nach unten", berichtet Penth, der in seiner langen Tätigkeit auch schon 1700 Kesselfüllungen und in Jahren der Missernte auch mal nur 100 Füllungen erlebt hat. Die Abwärme des Brenners nutzt Penth für die Heizung, in dem er sie über das Kühlwasser in einen Pufferspeicher leitet.

Bei der Likörherstellung werden die Früchte mit Alkohol angesetzt, so dass dieser die Aromen aufnehmen kann, anschließend werden die Obstrückstände abgeseit, der Likör gefiltert und mit Zucker angereichert. "Das Verhältnis von Säure und Zucker muss stimmen", betont der erfahrene Destillateur- und Fruchtsaftmeister. Seine Meisterprüfung hat er in Berlin erfolgreich abgelegt. Eine Ausbildung brauchte er nicht. "Ich war gerade mal acht Jahre, da habe ich meinem Vater schon beim Brennen über die Schulter geschaut und auch selbst mitgeholfen", berichtet er. 1981 übernahm er die Brennerei von seinem Vater. Neben den gängigen Sorten stellt er heute auch Hagebutten- und Ebereschen-Schnaps, Spargelgeist und "Hundsärsch" (Mispelschnaps) her.

Die edlen Brände und Liköre werden dann abgefüllt, wobei Franz Penth auf Geschenk- und exquisite Schmuckflaschen spezialisiert ist. Die bezieht er bei Glasbläsereien in ganz Deutschland, die ihm auch für Sonderanfertigungen zur Verfügung stehen. So kann Penth dort zum Beispiel für Firmen oder Vereine ganz spezielle Flaschen nach den individuellen Kundenwünschen gestalten lassen.

Der Betrieb ist auch Abfindungsbrennerei. Das heißt, Privatpersonen können dort ihr Obst brennen lassen. Dazu wird die angelieferte Obstmenge beim Hauptzollamt in Stuttgart angemeldet, das die Steuer nach dem so genannten Ausbeutesatz berechnet. Ein Beispiel: Für Apfelmaische beträgt der Ausbeutesatz 3,6 %. Meldet der Brenner 200 Liter Apfelmaische an, dann erhält er einen Steuer- oder Ablieferungsbescheid über 3,6 Prozent von 200 = 7,2 Liter Alkohol. Mehrausbeuten, auch Überbrand genannt, gehen steuerfrei in den Besitz des Brenners über. Minderausbeuten gehen zu Lasten des Brenners. Sie kommen aber so gut wie nie vor, im Durchschnitt beträgt die Überausbeute 40 Prozent.

Der Obstbesitzer entscheidet, ob der nominell entstehende Branntwein an die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein abgeliefert oder versteuert werden soll. Viele machen von dieser Möglichkeit Gebrauch und behalten nur den steuerfreien Überbrand. Diese Möglichkeit endet aber mit der Außerkraftsetzung des Branntweinmonopolgesetzes zum 31. Dezember 2017. Franz Penth befürchtet, dass das Brennen dann für die Besitzer größerer Streuobstwiesen nicht mehr rentabel ist und die Streuobstwiesen nicht mehr bewirtschaftet werden.

Im Laden bietet die Brennerei eine große Auswahl an Schnäpsen und Likören in exquisiten Schmuckflaschen an.

Zum Thema:

Öffnungszeiten:Montag bis Samstag von9 bis 12.30 Uhr, Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr. Kontakt:Brennerei Franz Penth,Lachstraße 19,66822 Lebach-Landsweiler, Telefon (06881) 3485,E-Mail: destillat@penth.de.