Bereg ist das rettende Ufer

Lebach. Bei seiner Arbeit für die Straßenkinder in St. Petersburg wird Pfarrer Schaefer immer wieder gefragt, was seine Arbeit für das Heim und die Straßenkinder bewirkt. Und was letztlich mit den Spenden passiert. Das war für ihn ein Grund, ehemalige Heimkinder zu Wort kommen zu lassen. Katja und Rasim berichten beispielsweise, wie sie nach "Bereg" gekommen sind

Lebach. Bei seiner Arbeit für die Straßenkinder in St. Petersburg wird Pfarrer Schaefer immer wieder gefragt, was seine Arbeit für das Heim und die Straßenkinder bewirkt. Und was letztlich mit den Spenden passiert. Das war für ihn ein Grund, ehemalige Heimkinder zu Wort kommen zu lassen.Katja und Rasim berichten beispielsweise, wie sie nach "Bereg" gekommen sind. "Uns hat die "Mannschaft" (Mitarbeiter) aus der ehemaligen "Blauen Krähe" abgeholt. Bei einem Zeltlager der "Blauen Krähe" wurden wir einfach sitzen gelassen, weil diese während der Freizeit schließen musste. Marina und "ihre Mannschaft", die bei der "Blauen Krähe" arbeiteten, holten uns schließlich im Zeltlager ab. Die Schließung der "Blauen Krähe" war im Juni 1994.

Die "Blaue Krähe" war nach Angaben von Pfarrer Michael Schaefer ebenfalls ein nicht-staatliches Haus für Straßenkinder, das aber wegen der unhaltbaren Zustände vom Staat geschlossen wurde. Daher beschlossen Marina und ihre Mitstreiterinnen ein neues Heim für die übriggebliebenen Kinder aus der "Blauen Krähe" zu gründen, woraus dann "Bereg - Das Ufer" entstand.

Der wesentliche Unterschied zu "Bereg" ist, dass die "Blaue Krähe" viel Geld zur Verfügung hatte. Es gab keine Wertschätzung. Es gab dort auch keine Kontrolle. Man hatte zwar ein Dach über dem Kopf, aber die Jugendlichen mussten nicht in die Schule gehen. Bei "Bereg" dagegen gibt es von Anfang an Kontrolle, Schule, Wertschätzung, Rechte und Pflichten.

Pfarrer Schaefer freut sich, dass die Ehemaligen heute "Bereg" unterstützen. Denn die, die dort geblieben sind, haben Familien und studieren. Einer konnte sich sogar ein neues Auto kaufen. Für viele ist "Bereg" heute noch ihr Zuhause, obwohl einige studieren oder schon fertig sind. red