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BBZ Lebach wird vom Kreis Saarlouis saniert

Schulserie : Ein Bistro für das BBZ Lebach

Der Schulhof des Lebacher Berufsbildungszentrums am Standort Dörrenbachstraße soll durch eine Grünanlage und ein Bistro deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen. Teil 6 und Ende der SZ-Serie zur Investitionsoffensive in Berufsbildungszentren.

Die im September 2019 neu gefasste Verordnung des Saarlandes zum Übergang Schule-Beruf sieht eine praxisorientierte und lebensnahe Vorbereitung auf die Arbeitswelt vor. Das bedeutet unter anderem, dass der Unterricht am Berufsbildungszentrum Lebach künftig bis 15 Uhr und darüber hinaus dauert, um die jungen Leute an den in der Arbeitswelt meist üblichen Acht-Stunden-Tag zu gewöhnen. Um für die längeren Unterrichtszeiten gerüstet zu sein, fehlt es dem Standort Dörrenbachstraße des Berufsbildungszentrums Lebach, einer ehemaligen Grund- und Hauptschule, an Aufenthaltsräumen. Zudem sind viele Schülerinnen und Schüler noch nicht 18 Jahre alt, so dass sie in den Pausen auch das Schulgelände nicht verlassen dürfen, um sich in der Stadt etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. In der Schule selbst gibt es zurzeit nur Getränkeautomaten.

Das Konzept zur Stärkung des Standortes für die Zukunft sieht deshalb vor, unter dem Leitziel „Gesunde Schule“ ein Bistro anzubauen. Als Standort ist der derzeit noch triste, asphaltierte Schulhof, links neben der Schulturnhalle, vorgesehen. Die Turnhalle mit Kletteranlage wird morgens von der Schule und nachmittags und abends auch von Vereinen genutzt.

Die bestehende WC-Anlage soll um eine behindertengerechte Toilette erweitert werden und könnte künftig für Schule, Bistro und Schulturnhalle genutzt werden. Das Bistro soll mit großen Glasflächen versehen werden. Das sorgt zum einen für lichtdurchflutete Räume, zum anderen würden dadurch Bereiche vermieden, die sonst nur schwer einsehbar seien und die Aufsicht erschwerten.

Die recht lange Überdachung, die vom eigentlichen Schulgebäude zur Turnhalle führt, bleibt erhalten. Davor wird ein Teil des asphaltierten Schulhofs entsiegelt und zu einem grünen Aufenthaltsbereich umgestaltet werden. Er soll künftig der Entspannung und dem Wohlbefinden dienen, aber auch für Bewegungsmöglichkeiten sorgen, passend zum Leitziel „Gesunde Schule“.

Für das Projekt sind nach ersten Schätzungen rund eine halbe Millionen Euro veranschlagt. Es ist bereits zur Förderung aus GRW-Mitteln angemeldet. Der Antrag soll nach Aussage von Kreisbauamtsleiterin Monika Braun noch in diesem Jahr gestellt werden. Bei der Förderung nach GRW (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) bezuschussen Bund und Land die Projekte zu jeweils 30 Prozent (je rund 150 000 Euro), so dass für den Kreis als Schulträger nur noch 40 Prozent als Eigenanteil verbleiben (rund 200 000 Euro). Im Zuge der Maßnahme soll auch die Rest-Fläche des teerversiegelten Schulhofs neu geordnet werden: Er wird Lehrer- und Schülerparkplatz.