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apropos
Aufs Werkzeug kommt’s an

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die gelben Engel des ADAC kennen die meisten von uns. Vielen haben sie auch schon geholfen. Auch schon einmal einem Vierjährigen. Der ist jetzt Feuer und Flamme für die Männer in den gelben Kleidern, die fast so gut sind wie Feuerwehrmann Sam. Von Monika Kühn

Am vierten Geburtstag meines Enkels streikte das Auto des Papas. Nichts ging mehr. Mein Schwiegersohn rief den Pannendienst an. Die sagten Hilfe in einer Stunde zu. Nach einer knappen Stunde waren sie auch da. Der Schaden war relativ schnell und unkompliziert behoben. Gespannt schaute der Kleine dem Mann zu. Er erzählte ihm auch, dass er heute Geburtstag habe und vier Jahre alt ist. Um es zu verdeutlichen, hob er auch vier Finger hoch. Und er habe ein Fahrrad bekommen. Doch leider, er kann nicht damit fahren, weil der Sattel zu hoch ist. Sein Papa, erklärte er ganz gewichtig, habe kein richtiges Werkzeug. Er müsse bis mittags warten, bis sein Pate komme. Der kann alles flicken, erklärte er stolz, und der hat auch Werkzeug. „Aber auch ich habe passendes Werkzeug“, erklärte ihm der Mann von den gelben Engeln. Mit wenigen Handgriffen war der Sattel runtergedreht und mein Enkel konnte aufsteigen. Er muss allerdings noch ein bisschen wachsen, denn im Moment kommt er nur mit den Zehenspitzen auf den Boden.


Später erzählte er mir voller Stolz: „Oma, der Mann von ADAC war hier und hat mir mein Rädchen richtig gemacht.“ Dass das Auto wieder lief, war Nebensache.