Artikel Tag der offenen Tür Bundeswehr Lebach

Kostenpflichtiger Inhalt: Tag der offenen Tür : Ein inniges Band zu den Lebachern

Riesenandrang herrschte am Samstag beim Tag der offenen Tür in der Graf-Haeseler-Kaserne in Lebach.

Erstmals nach 2016 fand in der Lebacher Graf-Haeseler-Kaserne wieder ein Tag der offenen Tür statt. Die Resonanz war riesig. Trotz nicht optimalen Wetters kamen Tausende Besucher in die Kaserne, um sich einen Eindruck vom Alltag der Bundeswehr zu verschaffen. Acht Stunden war das Kasernentor für die Öffentlichkeit geöffnet. Fünf der momentan in Lebach stationierten Einheiten, darunter die Fernmeldekompanie Eurocorps, Luftlandeaufklärungskompanie 260 und das Bundeswehrdienstleistungszentrum präsentierten den Besuchern ihr breites Leistungsspektrum nebst Fahrzeugen und technischem Material.

Zivile Aussteller, wie beispielsweise das THW und der Bundeswehr-Reservistenverband, der militärische Oldtimerfahrzeuge ausstellte, ergänzten das Angebot. Die jüngsten Besucher hatten viel Spaß bei Kutschfahrten mit Karin Heintz, einer Schminkaktion und in einer Hüpfburg. Etwas ältere Besucher erprobten sich beim Motorrad-Trial-Sport. Um die Mittagszeit erfreute sich der legendäre Erbseneintopf der Bundeswehr einer sehr großen Nachfrage. Schirmherr der Veranstaltung war Oberst Klaus Peter Schirra, Kommandeur des Landeskommandos Saarland.

„Die Bundeswehr verbindet seit 1961 mit der Stadt Lebach und deren Einwohnern ein inniges Band, worauf wir gemeinsam stolz sein können“, sagte Oberst Schirra in seinem Grußwort. „Mit solchen Veranstaltungen pflegen wir das gute Verhältnis zur Zivilbevölkerung, werben aber auch für die Bundeswehr als Arbeitgeber“, erläuterte Hauptfeldwebel Mario Leinen, in der Luftlandebrigade 1 zuständig für Pressekontakte. Die Bundeswehr biete 60 verschiedene Ausbildungsberufe und 20 Studiengänge, die bis zum Masterabschluss führten, bestätigte Hauptmann Mario Schmidt, Karriereberatungsoffizier der Truppe im Saarland.

„Menschen, die beruflich etwas Besonderes suchen, sind bei uns sehr willkommen“, sagte Oberst Aslak Heisner, stellvertretender Brigadekommandeur der Saarlouiser Luftlandebrigade 1.

Viel los war am Tag der offenen Tür in der Kaserne. „Ich wohne hier in der Nähe, interessiere mich für die Bundeswehr, und mein Enkel möchte sich einen Eindruck vom Motorrad-Trial-Sport verschaffen“, nannte der Lebacher Peter Jenal (69) als Grund für seinen Besuch in der Kaserne. Karla Meurer aus Eiweiler, deren beide  Söhne bei der Bundeswehr beschäftigt sind, fand die Präsentation der verdeckt arbeitenden Fernspäher hochinteressant. Mit modernsten optischen und elektronischen Geräten betreibt die Fernmeldekompanie Eurocorps als Auge des Heeres unter Leitung von Major Kenneth Kränzke wichtige Spezialaufklärung. Von den Besuchern immer wieder umlagert war das Drohnenaufklärungssystem LUNA. „Die ferngesteuerten unbemannten Fluggeräte haben eine Reichweite bis 100 Kilometer und sind bis zu 130 Kilometer pro Stunde schnell“, erläuterte Drohnensteurer Hauptfeldwebel Philip Herz.

Andreas Cadario ließ sich von Stabsunteroffizier Janosch Salzbrunn diverse Waffen und Pistolen erklären, darunter auch das öffentlich diskutierte Sturmgewehr HK-G 36. „Ich war früher selbst in Lebach bei der Bundeswehr und hoffe, hier noch alte Kameraden zu treffen“, sagte der Völklinger. „Unser zweijähriger Sohn Lenny sollte mal sehen, wo sein Vater Stefan bei der Bundeswehr war“, sagte Christiane Paulus aus Schmelz als Grund, warum sie die Veranstaltung mit ihrer Familie besuchte.

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