Forstwirtschaftsplan Leach „Wir müssen jetzt handeln“

Lebach · Anna Schmidt, SPD-Fraktionsvorsitzende im Lebacher Stadtrat, wendet sich in einer Mitteilung an die Saarbrücker Zeitung mit der Überschrift „Die Grünen an der Saar sind völlig von der Rolle“.

Anna Schmidt, SPD-Fraktionsvorsitzende in Lebach, äußert sich zum Patient Wald
Foto: Aline Pabst

Darin bedankt sie sich bei der Autorin Aline Pabst für den Bericht „Welche Fürsorge braucht der ‚Patient Wald“ (SZ vom 22. Januar). Sie schreibt: „Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihren Kommentar zu den Angriffen von Kiymet Göktas auf die Waldbewirtschaftung der Stadt Lebach. In 21 Jahren als SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Lebach ist mir selten ein derartiger von keinerlei Sachkenntnis getrübter Quatsch begegnet. Unser Förster Winfried Fandel gehört bundesweit zu den ersten Förstern, die eine nachhaltige Waldwirtschaft betrieben, wofür er mittlerweile von allen Seiten – auch von der Landespolitik – viel Lob erfährt. Und auf diesem Weg hat er die Verwaltung und den Rat der Stadt Lebach mitgenommen. Bei Exkursionen in den Stadtwald hat er uns die Schäden an Fichten und Buchen gezeigt und uns Einblick gegeben in die Überlegungen und Erkenntnisse der Forstwirtschaft und -wissenschaft. Niemand weiß derzeit, welche Bäume sich dem verändernden Klima erfolgreich anpassen werden. Aber wir müssen jetzt handeln, obwohl wir nicht mehr erleben werden, ob wir richtig entschieden haben.“

Der SPD-Stadtverband habe im November 2019 unter Fandels Anleitung auf einer vom Borkenkäfer ruinierten Brachfläche eine Aufpflanzaktion durchgeführt, bei der neben zahlreichen Lebacher Bürgerinnen und Bürgern auch Bürgermeister Klauspeter Brill und Umweltminister Reinhold Jost anpackten. Schmidt: „Wir haben in Klumpen Baum-Setzlinge gepflanzt in der Hoffnung, dass einige von ihnen durchkommen und damit der Lebacher Wald der Zukunft werden.“

Bei der diesjährigen Beratung des Forstwirtschaftsplanes haben laut Schmidt Umweltausschuss und Rat mit den Stimmen der drei Grünen ganz bewusst für den Erhalt des Waldes und damit verbunden für das Defizit von 80 000 Euro gestimmt. Schmidt: „Und das soll ein Ausweis von Gier und Missmanagement sein?“