Alte Schule mausert sich zum Mittelpunkt

Alte Schule mausert sich zum Mittelpunkt

In die alte Aschbacher Schule soll frischer Wind einziehen. In dem Schulgebäude aus Anfang der 1960er Jahre haben Vereine und Verbände eine neue Bleibe gefunden. Am 1. März wollen sich alle präsentieren.

"Wir haben ein großes Potenzial an Fachkräften und Handwerkern vor Ort", meint nicht nur Ortsvorsteher Josef Nickolai. Sein Stellvertreter Herbert Backes stimmt ihm zu. Von Backes kam auch die Idee, eine Projektgruppe zu gründen. Denn in Aschbach haben viele spezielle Fähigkeiten, die sie für die Dorfgemeinschaft einsetzen könnten. Offene Ohren fanden beide im Ortsrat. Für das freiwillige Engagement soll in Aschbach eine Plattform geschaffen werden, wo ehrenamtliche Hilfe zum Wohle der Dorfgemeinschaft eingesetzt werden kann, heißt es in einem Handzettel. Auf diesem kann jeder Backes mitteilen, inwieweit er im Ort tätig werden könne.

Doch erst einmal soll das Dorfgemeinschaftshaus, die alte Schule, in den Mittelpunkt rücken. Mehrere Vereine und Verbände haben dort ihre Bleibe. Sie sind für die Räume verantwortlich, tragen anteilig die Nebenkosten und zahlen Miete. Auch gibt es einen Putzplan für die Flure und den Eingangsbereich, erklärt Marianne Backes, die sich mit um die Räume des Theatervereins kümmert. "Doch für Keller und unterm Dach, dafür ist niemand verantwortlich. Auch die Fenster müssten mal geputzt werden", merkt sie an. Das soll jetzt am Samstag der Fall sein. Alle Aschbacher wurden aufgerufen, sich an der Putzaktion zu beteiligen. Und viele haben bereits ihre Hilfe zugesagt. Denn schließlich soll am Tag der offenen Tür, 1. März, 14 bis 18 Uhr, alles picobello sein. Dann wollen sich alle präsentieren.

Da gibt es Infos über schnelles Internet, das Fairkaufhaus aus Lebach stellt sich vor, das Rote Kreuz informiert über seine Aufgaben, beim Obst- und Gartenbauverein geht's um Frühbeet, Besucher können sich bei der Funky Drum School am Schlagzeug versuchen oder sich bei der Band Large Harmony Collider in eine Jamsession einbinden. Ein Spielecenter richtet der Theaterverein ein, die Taekwondo-Technik wird vorgestellt oder historische Klassenfotos können angeschaut werden.

Meinung:

Es geht um Aschbach

Von SZ-RedakteurinMonika Kühn

Das Rezept ist eigentlich ganz einfach. Man nehme viel Idealismus, eine gehörige Portion Liebe zum Ort, gepaart mit Fleiß, Enthusiasmus und ehrnamlicher Hilfe - dann gelingen Projekte wie das in Angriff genommene in Aschbach . Die Verantwortlichen haben klare Vorstellungen von ihrem Projekt. Sie werden es auch umsetzen. Dafür haben sie auch schon Signale und Zusagen von allen Vereinen bekommen. Doch solch ein Projekt über Jahre am Laufen zu halten, das kann schwierig werden. Helfen doch meist eh nur die selben Leute. Aber auch die werden einmal müde, zumal wenn sie durch enge finanzielle Rahmenbedingungen oft ausgebremst werden. Da gilt es, durchzuhalten. Die Projektgruppe wird das schaffen. Zeigen sie sich doch hoch motiviert. Schließlich geht es um ihr Dorf und das wollen sie auch Nicht-Aschbachern zeigen.

Am Tag der offenen Tür soll alles blitzblank sein: Dafür sorgen auch Marianne Backes, Josef Nickolai und Herbert Backes. Foto: Engel. Foto: Engel

Zum Thema:

Auf einen Blick:Tag der offenen Tür, 1. März, 14 bis 18 Uhr:Es stellen sich vor: Obst- und Gartenbauverein, Funky Drum School, Inexio , Musikverein, DRK, Awo, Band Large Harmony Collider, Taekwondo , Theaterverein, Historischer Verein, Ortsrat.