| 21:18 Uhr

Kolumne Unsere Woche
Die NSHV im ASBU

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Beim Titel des Gremiums wird es aufwendig, ein Monster: „Ausschuss und Beirat für Stadtplanung, Bauen und Umwelt“. 14 Silben verbraucht, ohne noch einen echten Inhalt übermittelt zu haben. Aber das heißt nun mal so. Und im internen Gebrauch direkt sowie nach außen bei der zweiten Nennung hilft die gute alte Abkürzung, wertvolle Zeit zu sparen. „ASBU“ unterschlägt zwar den Beirat, aber das ist nicht ganz so schlimm. Von Mathias Winters

Was aber tun, wenn der AF (Abkürzungsfimmel) dazu führt, dass sich ein großes Fragezeichen aufbaut? Dem Nicht-Architekten, -Elektriker oder -Energie-Unternehmens-Mitarbeiter kann es doch tatsächlich passieren, dass er in der schriftlichen Vorlage der Verwaltung die Unterüberschrift „NSHV“ für den Abschnitt zwischen den beiden Absätzen „Gesamtsanierung ...“ und „Heizzentrale ...“ nicht kennt. Leise Frage an den Öffentlichkeitsarbeiter der Stadt: „Was ist das?“ Kopfschütteln und Achselzucken als Antwort, aber er hilft und googelt: „Niederspannungshauptverteilung“. Aha.


Bin jetzt schlauer, nicht nur dass ich nachgeguckt und den ungefähren Eindruck habe, dass es sich um ein wesentliches Element der Stromversorgung von Gebäuden handelt. Ich weiß jetzt auch, warum so viele Leute in den Sitzungen mit ihren Handys (eben nicht!) spielen: Sie lassen sich im weltweiten Netz Abkürzungen aufschlüsseln.