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Wochenkolumne zu Klopapier-Hamstern

Wochenkolumne : Trolle an den Rollen

Trolle gibt’s schon lange. Einst erdacht als Fabelwesen majestätischer Statur, bevölkern sie Märchen und Sagen. Doch was ihnen an Auswuchs gegeben, wurde am Verstand gespart.

Die hellsten der Geschichte waren sie noch nie. Geschichten sind im Zeitalter der Digitalität zwar noch nicht Geschichte, aber doch digital. So fristet der typische Troll heutzutage vor allem im Netz sein Dasein. Troll ist da, wer mit fragwürdigen Sätzen im Netz herumposaunt. Ja dann kann doch auch eine reale Person Troll sein. Klar, denn hinter jedem Internet-Troll ist der Mensch, der tut, was er nicht soll. Und wir alle wissen, hamstern in der Krise, das geht gar nicht toll. Toll! Der Klopapier-Hamster kauft Rollen en masse. „T(roll) dich!“, ist da manch einer versucht zu schreien, der den anderen mit fünf Packen Papier gehen sieht. „Troll!“ Der Ruf verklingt, die leere Palette steht unbeeindruckt. „Verdammter Troll“, sagt er nochmal, wissend, dass zu Haus’ die letzte Rolle gerade aus ist.