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| 21:15 Uhr

Unsere Woche
Nicht noch tieferer

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Geht das, das Äußerste zu steigern oder das Beste zum Bestesten zu machen? Nichts Anderes ist es, wenn extrem oder optimal zu „extremer“ oder „am optimalsten“ gequält werden. Gar nicht schön, aber keineswegs selten.

Es hat sich nicht eingeschlichen, sondern die Sprache förmlich überrannt. Wann haben wir das letzte Mal von einer Schlagersängerin oder einem Fernsehschauspieler gehört? Es gibt sie nicht mehr, es gibt nur noch Stars. Dass das Geiseldrama früher zunächst einmal eine Geiselnahme war – wer kann sich daran noch erinnern? Und Wetter, das sich merklich vom elf, zwölf Grad Grauer-Himmel-Durchschnitt in deutschen Landen abhebt, ist mindestens tropische Hitze oder arktische Kälte.

Winterliche Straßenverhältnisse? Was soll das denn heißen? Es muss mindestens ein katastrophales Verkehrschaos sein, das durch den ersten Schnee hervorgerufen wird. Ja, es ist blöd, wenn jemand zu spät ankommt, weil ein Stau wegen querstehender Sommerreifen-Schlitten war. Es stimmt, dass Kratzer und Beulen am Auto ärgerlich und Verletzungen bei Unfällen schlimm sind. Aber wie weit wollen wir noch steigern? Weltunterstergang? Ich bin dagegen, sprachlich noch tieferer abzurutschen.