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Wochenkolumne
Fernsehbildungslücken

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Kehksä, Keehhksäh! Wie auch immer es korrekt zu schreiben wäre, viele aus der Generation der heute um die Sechzigjährigen haben es gern gehört, wenn das Riesenleckermaul es ausgerufen hat. Krümel oder Krümelmonster aus der Sesamstraße: Du musstest nicht Kindergartenkind sein, um das blaue Wuscheltier zu lieben.

Der Bursche hatte etwas so herrlich Unerzogenes, er durfte Kekse durch die Gegend krümeln, dass es schon von Zuschauen knirschte, knackte und piekste. Nebst den Freuden Ernie und Bert – ebenfalls Muppets, aber eher menschliche Wesen – war Krümelmonster beim Familien-Aktionstag in Saarlouis. Sah genau richtig aus, bewegte sich so wie damals – herrlich. Es waren viel mehr Kinder im Manne (oder der Frau), als Kleine, die selig vor Krümel dahinschmolzen. Und doch gab es Kollegen, die kannten weder ihn noch seine Kameraden. Für diese Fernsehbildungslücken seid ihr zu bedauern.