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Männer freuen sich nicht immer über weibliche Unterstützung
Alexa muss draußen bleiben

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es soll Männer geben, die sich mit einer Frau nicht begnügen. Mein Mann zum Beispiel gehört dazu. Sie wundern sich? Das brauchen Sie nicht. Mein Mann ist nicht der Einzige. Das weiß ich aus zuverlässiger Quelle. Von Astrid Dörr

Zum Verständnis: Seine Ehefrau ist, so hoffe ich, die Nummer eins. Seine Tochter, bitte nicht falsch verstehen, ist die zweite weibliche Person im Haus. Nummer drei heißt Hilde, wohnt aber nicht dauerhaft bei uns. Wird nur an bestimmten Tagen eingesetzt. Bei Hilde handelt es sich um unser Navi, vielmehr um mein Navi. Ich habe nämlich kein Navigationsgerät im Auto, sondern ein mobiles, das ich mitnehme, wenn ich irgendwohin fahre, wo ich noch nie war. Das Navi hatte vorher keinen Namen, aber als wir unterwegs waren, habe ich irgendwann mal, ganz spontan, gesagt, die Hilde regt mich auf, die quatscht ja immer dazwischen. Oder zeigt an, wenn man zu schnell ist oder hupt, wenn sich ein Blitzer nähert. Seither heißt mein Navi Hilde, und wenn wir wegfahren, frage ich: Hast Du auch an Hilde gedacht?


Nun sollen wir noch Zuwachs bekommen. Meine Spülmaschine war ja kaputt, und bisher hatte ich noch keine neue gekauft. Dieser Tage habe ich mich informiert, welches Modell es denn sein soll. Und es ist verrückt, es gibt schon Spülmaschinen, die mittels Diskette die Verschmutzung des Geschirrs feststellen, und sogar per App den Geschirrspüler starten lassen. Meine neue Haushaltshilfe würde ich Susi nennen. Finde ich irgendwie süß.

Man stelle sich vor, wir hätten noch einen Hund, eine Katze oder noch mehrere Kinder. Dann hätten wir eine Großfamilie. Neben der Ehefrau, Tochter, Hilde und Susi kämen vielleicht noch Sam und Minka hinzu. Mir würde ja auch Alexa gefallen. Sie ist derzeit hoch im Kurs. „Aber nein“, sagt mein Mann, „die kommt mir nicht auch noch ins Haus!“ Ok, ich dachte, mein Mann würde sich über noch mehr weibliche Unterstützung freuen.