Was passiert, wenn man in Lebach jemanden grüßt

Und täglich grüßt der Mensch : Acht Buchstaben genügen

Ich weiß ja nicht, wie Sie es halten mit dem Grüßen. Aber ich sage „Guten Tag“, wenn ich in ein Geschäft gehe oder beispielsweise auch die Bank betrete. Dabei ist mir kürzlich was, ja sagen wir mal Witziges, passiert.


Ich gehe zur Bank, dazu muss man wissen, keine Filiale, sondern nur ein Raum mit Geldautomaten und Auszugsdrucker. Beim Reinkommen sage ich freundlich „Guten Tag“, weil ein Mann anwesend ist. Als ich neben ihm stehe (auch am Automaten), bemerke ich, wie er mich von der Seite betrachtet und überlegt. Plötzlich spricht er mich an und meint: „Kennen wir uns?“ Ich verneine. Frage aber zurück: „Warum?“ Seine Antwort: „Weil Sie mich gegrüßt haben.“ Auf der einen Seite witzig, andererseits schon traurig, dass sich jemand wundert, wenn er gegrüßt wird. Der ältere Mann gibt dann auch zu: „Das ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass mich jemand so freundlich gegrüßt hat.“ Beim Rausgehen bekomme ich denn auch neben einem freundlichen „Auf Wiedersehen“ sogar noch einen schönen Tag gewünscht. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Mehr von Saarbrücker Zeitung