Verleumdungen haben viel zu große Chancen auf Erfolg

Wochenkolumne : Irgendwas wird da schon dran sein

Kennen Sie das? „Mensch, wenn davon nur die Hälfte wahr ist“, das ist so ein Gedanke. Genau wissen wir vielleicht in dem Thema nicht Bescheid, dann klingt etwas nicht gänzlich abwegig, und schon sind wir kurz davor, in die Falle zu tappen.

Aber muss auch nur die Hälfte wahr sein?

Dirk Steffens, der Dokumentarfilmer, den wir fast alle aus dem Fernsehen kennen, hatte da bei seinem Vortrag bei der Kreissparkasse so einen wertvollen Tipp: „Glauben Sie nicht alles, auch wenn es angeblich Ergebnis einer Studie ist. Warten Sie die vergleichenden Studien ab.“

Wenn es um Wissenschaft geht, sind wir wahrscheinlich bereit, uns von einem Gegenteil überzeugen zu lassen. Aber wie ist es mit Gerüchten? Wie in schlimmeren Fällen mit Verdächtigungen, Unterstellungen, Verleumdungen? Wenn die einer massenhaft verbreitet – kostet im Netz ja nichts. Es ist üblerweise erfolgversprechend.

Es muss nicht mal die Hälfte, es muss überhaupt nichts wahr sein, aber der Verbreiter solcher Lügen darf davon ausgehen, dass ein paar Leute denken: „Irgendwas wird da schon dran sein.“

Darauf zu rechnen ist böse.

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