Wochenkolumne : Nein, den Text gibt’s nicht vorab

Lange Nacht der Industrie. Das ist eine Reihe der IHK, unterstützt von Wirtschaftsministerien, hier zum Beispiel Anke Rehlinger. Einmal im Jahr sollen sich die Menschen ihre Industrieunternehmen ansehen und dabei – das halte ich für ausgesprochen legitim – die Maschinen und die, die an denen arbeiten, schätzen lernen.

Dass dabei Bereiche nicht gezeigt werden, die für die Konkurrenz allzu interessant wären, dass nicht überall erlaubt wird, zu fotografieren, leuchtet ein. Öffentliche Darstellung und Eigenwerbung sollten auch mit diesen Einschränkungen noch funktionieren.

Aber dann kommt das unsittliche Ansinnen, das leider von Wirtschaftsunternehmen (Lakal hebt sich da positiv ab!) viel zu oft formuliert wird: „Ja, und den Text, den Sie bringen wollen, schicken Sie uns ja vorher zu, nicht wahr?“, heißt es da. Nein, natürlich nicht. Öffentlichkeits-Verhinderungsarbeit ist mit uns nicht zu machen.