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Unsere Woche
Hoher Prozentsatz im Promillebereich

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Mein nachrichtentechnischer Lieblingstag dieser, also der 52. Woche des Jahres war der Mittwoch. Nein, also eigentlich der Dienstag, das heißt streng genommen der Montag, an dem ich im Büro war, um am Dienstag für das Familientreffen frei zu haben, aber doch was für die Ausgabe vom Mittwoch zu machen. Wie auch immer: Sie haben am Mittwoch gelesen, was meine Kollegen und ich von der Polizei berichtet bekommen hatten. Weil die Beamten nämlich über die Weihnachtstage zu einem hohen Prozentsatz mit Promillen zu tun hatten, was sie dann auch mitteilten.

Das nährte den Anfangsverdacht, dass es keine gute Idee ist, nach fröhlich-feuchten Feiern, ohne gebührenden zeitlichen Abstand Auto zu fahren. Eine zerlegte Garage, Ausrutscher in der zweieinhalbten Runde Kreisel, Blechschäden beim Ein- und Ausparken oder nach Schlangenlinienfahrten. Hört sich nach gehobenem Standard an, aber weihnachtlich wurden hier noch „nur nach Begleichen des Zahlungsbefehls auf freiem Fuß geblieben“ und sogar „über die Feiertage ins Gefängnis eingefahren“ draufgelegt. Wer gedacht haben sollte: Macht nichts, ich habe ja keinen Führerschein, den die mir abholen können, lag wohl auch nicht so richtig.


Jahresabschluss mit solchen Sachen? Schlimm genug. Die erste Woche 2018 so zu beginnen, wäre aber noch krasser. Also besser: Nicht machen! Taxi ist viel billiger als derartiger Ärger. Und ein paar Viertelstündchen Heimweg zu Fuß sind nach einer Party auch unbedingt zu empfehlen. Prosit Neujahr!