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SPD im Gemeinderat Überherrn will keinen Kontakt

Wochenkolumne : Bin gewählt, jetzt nicht mehr stören!

Fünf Jahre dauert es, bis wir unsere Entscheidungen bei Kommunalwahlen korrigieren können. Unser Leid der anderen Freud’: Wer nämlich in einen Rat eingezogen ist, kann es sich für diese lange Zeit durchaus bequem machen.

Das ist ausdrücklich nicht der Regelfall.

Aber Beispiele gibt es einige. Die SZ erlebt es bei den Seiten über die Stadt- und Gemeinderäte. Da hatte die Redaktion angenommen, dass die Parteien gerne und schnell die erbetenen Informationen und Porträtbilder schicken würden. (Hatten wir von 2014 auch so in Erinnerung.) Jetzt aber wurde es in vielen Fällen ein zähes Ringen.

Sein Bild nicht zeigen zu wollen, ist schon reichlich dämlich. Aber das kollektive Verweigern der Damen und Herren der SPD-Fraktion im Gemeinderat von Überherrn ist noch schlimmer: Sie geben keinen Kontakt an, nicht einmal eine Sammel-E-Mail-Adresse. Und kommt jetzt nicht mit: „Uns kennt und erreicht doch sowieso jeder.“ Die klare Botschaft ans Volk ist: „Bin gewählt, jetzt nicht mehr stören!“ Fünf Jahre, bis sich da was korrigieren lässt.