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Wochenkolumne
Ganz einfach beeindruckend

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wie wird das definiert? Googeln Sie das mal spaßeshalber, vielleicht – weil es eine Vorahnung gibt – mit der Suchfeld-Eingabe „Inklusion und Integration“. Mehrere Millionen Einträge gibt es als Antwort. Von Mathias Winters

Wir haben es also mit einem sehr weiten Feld zu tun. Und das jetzt mit wenigen Worten zusammenfassen? Von vielen geteilt wird, „Integration“ bedeute, dass dafür von draußen nach drinnen aufgenommen wird. Das kann gute und schlechte Seiten haben. Wenn demgegenüber „Inklusion“ heißt, dass die Verschiedenheit der Menschen als Normalzustand gesehen wird, klingt das wahrscheinlich sympathischer. Doch schon auf den ersten der unzähligen Suchmaschinen-Auskunftseiten ist schnell ersichtlich, dass es auch an diesem Ansatz genug Kritik gibt.


Wozu dieser Ausflug in Pädagogik, Soziologie und andere Geistesherausforderungen? Weil ich nach meinen begeisterten Berichten über den inklusiven Songcontest „EINklang“ mit meinen Zuhörern auch über solche Hintergründe gesprochen habe. Weil für viele, die dieses Musikfest im Lokschuppen nicht kennen, Nachfragebedarf bestanden hat: Wie machen die das? Wie klappt das? Wie viel Hilfe brauchen die Menschen mit Handicap? Kurze Antworten: Die machen das alle hervorragend, es klappt auf, hinter und vor der Bühne toll, Hilfen sind zum Teil erforderlich, aber es hält und fällt nicht besonders auf. Und vor allem: Es spielt keine Rolle.

Oder schnell und präzise definiert: EINklang? Ganz einfach beeindruckend!