Mathias Winters hält Streit um Kreisumlage für falsch

Meinung zum Umlage-Urteil : Geld, das fehlt, noch verbrannt

Es ist ein Ritual, wenn Städte und Gemeinden ihre Haushalte verabschieden: Immer wird auf den Landkreis geschimpft. Das ist Unsinn, sagt Mathias Winters.

Gebetsmühlenartig wiederholen es Stadt- und Gemeindeoberhäupter nicht nur im Kreis Saarlouis: Unseren Finanzen ginge es gut, wenn es nicht die elendige Kreisumlage gäbe. So ein Unsinn. Erstens erledigen die Landkreise im Saarland Pflichtaufgaben, die in den Städten und Gemeinden erledigt werden müssen. Zweitens muss sich der Kreis über diese finanzieren. Und drittens müsste zur Rechtfertigung jener Kritik mal entweder ein Beleg erbracht werden, dass die Aufgaben anderswo günstiger erbracht werden könnten, oder dass die Kreisverwaltung schlampig haushaltet.

Zwei Instanzen der Verwaltungsgerichtsbarkeit mussten hier einen Streit in der kommunalen Familie behandeln. Ganz nebenbei wurde dadurch Geld verbrannt, das alle nicht haben. Besser wäre es, stattdessen außerhalb der Gerichtssäle miteinander zu reden.

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