Mathias Winters grübelt über Vorlieben bei der Mathematik

Wochenkolumne : Mathematik macht froh

Mathematik ist angeblich nicht jedermanns Sache. Es soll tausende von Schülerinnen und Schülern geben, die sich schon mal am liebsten aus Klassenraum-Fenstern gestürzt hätten, weil ihnen der Zahlensalat nicht schmeckte.

Zahlenräume zu begreifen, ist ab einer gewissen Größenordnung auch nicht so einfach. Gern genommen die Übersetzungsfehler aus dem Englischen: Der Ami und der Brite sowie die anderen Weltsprachler kennen nicht die Milliarde für tausend Millionen und sagen „Billion“ dazu – da kann dann beim Rechnungsübertrag schon mal was schiefgehen. Klug dagegen sind die deutschen Autofahrer. Die können Prozentrechnung mindestens insofern, dass um zirka zehn von Hundert die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. Wäre ja zu blöd, sich an die Vorgaben zu halten.

Und dann gab es noch die Rechenleistung der Woche an der Kasse für bis zu zehn Teile: Drei Portionen Waren mit elf, zehn und neun Produkten hatte die alte Dame aufgelegt und zahlte dreimal jeweils passend mit aufwendig sortiertem Kleingeld. Klar doch: Mathe macht froh.

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