Mathias macht sich Gedanken zum Saarlouiser Stadtrat und überhaupt

Wochenkolumne : Kein Kommentar zum Kommentar zum Kommentar

Ganz schön was los im Saarlouiser Stadtrat am Donnerstagabend. Ob es nicht auch anders gehen könnte?

Womöglich erwarten Mitglieder des Saarlouiser Stadtrats und Besucher vom Donnerstagabend an dieser Stelle einen Kommentar zum Kommentar, der zu einem Kommentar in der Saarbrücker Zeitung abgegeben wurde. Den wird es nicht geben.

Die Atmosphäre im Stadtrat (Bericht Seite C 3) wäre dagegen einige kommentierende Worte wert. Oder Fragen. Muss das Motto gelten: „Eigentlich ist schon alles gesagt, aber ich sag’s lieber doch noch mal“? Gäben sich die Stadtverordneten wirklich eine Blöße, wenn sie aufnehmend zuhören würden? Die Diskussion könnte geradliniger und dadurch sowohl spannender als auch für die Zuhörerschaft leichter zu verfolgen sein.

Für mich war es ein Erlebnis Anfang der Woche: Bei einem Radiointerview war der Moderator hörbar irritiert, als ihm ein Sprecher der Fridays-for-Future-Bewegung klar, deutlich und kompakt seine Fragen beantwortete. Er wartete merklich auf Floskeln, wie er sie üblicherweise von den Befragten regelmäßig zu hören bekommt.

Wir haben uns wahrscheinlich komplett daran gewöhnt, dass Ausführungen lang dauern müssen, damit sie gewichtig erscheinen. Gilt bestimmt häufig auch für die schreibende Zunft. Achten wir doch einfach mal drauf. Muss ja nicht alles vollgeschrieben werden . . .

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