Mathias fragt: Warum wollen Ratsmitglieder unerkannt bleiben?

Wochenkolumne : Volksvertreter undercover

Winters, Mathias, Redakteur, geboren 1960, Parkstraße 15, Merzig: Mit Angaben zur Person in dieser Form stand das für alle, die am 26. Mai für unsere Orts-, Gemeinde- und Stadträte sowie den Kreistag gewählt worden sind, in den Bekanntmachungen der Kandidaten.

Diese Angaben (sogar ohne Straße und Hausnummer) möchte unsere Zeitung wieder zu Porträtbildern und einer E-Mail-Adresse für die Gewählten veröffentlichen. Zur Übersicht, damit etwa die Schmelzerin oder der Überherrner wissen: „Hey, das sind sie also, unsere Ratsmitglieder.“ Logisch, dass die Kommunalpolitiker das auch wollen und sich selbstverständlich nicht zweimal bitten lassen, die nötigen Informationen sowie ein Fotochen zur Verfügung zu stellen. Meinen Sie? Keineswegs. Über „Von mir kriegen Sie kein Foto“ bis „Nein, keine Kontaktdaten, dann wüsste ja jeder, wie er mich erreicht“ bekommen wir Absagen.

Wenn auch wenige: Undercover-Volksvertreter? Nicht zu fassen. Wir werden bei den Übersichtsseiten die Öffentlichkeits-Verweigerer benennen müssen.