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Landwirtschaft zu Corona-Zeiten ist Thema im SZ-Bauernkalender

Bauernkalender : Corona-Viren und Landwirtschaft

Die Landwirtschaft gehört zu den so genannten systemrelevanten Wirtschaftsbereichen. Das heißt: Die Arbeit geht weiter, sie muss weitergehen.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie legen aktuell weite Teile der Wirtschaft in Deutschland lahm. Grenzen werden geschlossen, Lieferketten unterbrochen und Menschen können ihre Arbeit nicht mehr wie gewohnt verrichten. Was bedeutet das für die Produktion landwirtschaftlicher Produkte, für den Nachschub an lebenswichtigen Grundnahrungsmitteln? Die Landwirtschaft zählt zu den systemrelevanten Wirtschaftsbereichen. Das bedeutet, die Arbeit geht weiter.

Zurzeit sind die deutschen Landwirtinnen und Landwirte mit der Frühjahrsbestellung beschäftigt. Dies beinhaltet die Bodenbearbeitung zur Aussaat von Sommerkulturen wie Hafer, Sommergerste oder Mais, aber auch die notwendige Düngung der Pflanzen und die Pflege von Grünland.

Die Supermärkte bleiben aktuell geöffnet, und es herrscht eine gute Versorgungslage mit heimischen Lebensmitteln höchster Qualität. Somit besteht keine Notwendigkeit von Hamsterkäufen. Aus Gründen des Infektionsschutzes sind die Grenzen zurzeit geschlossen. Bei den Beschränkungen im Grenzverkehr werden Warentransporte zwar nicht unterbunden, es ergeben sich dennoch Verzögerungen bei den Lieferungen von Betriebsmitteln, die in der Landwirtschaft zurzeit dringend gebraucht werden.

Probleme ergeben sich durch die Grenzschließungen bundesweit in den Sonderkultur-Betrieben, die in der Erdbeer- und Spargelernte mit ausländischen Saisonarbeitskräften zusammenarbeiten. Weiterhin ist in verschiedenen Bereichen ein Absatzrückgang zu verzeichnen. Aufgrund der Situation an den Außengrenzen stockt der Warenfluss von Schweinefleisch, Milch und anderen Lebensmitteln aus der Bundesrepublik in die Volksrepublik China.

In dieser aktuellen, sehr ernst zu nehmenden Pandemie-Lage besteht jedoch die Chance für jeden Einzelnen frische und regionale Lebensmittel höchster Qualität direkt beim Erzeuger vor Ort einzukaufen. Regionale Erzeugung und Selbstversorgung leisten in schwierigen Zeiten einen großen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Einkaufen im Hofladen – hier ein Archivbild aus Heusweiler mit Katharina Bernauer und ihrem Vater Hans-Georg Ernst – ist zurzeit auch eine gute Alternative. Foto: Iris Maria Maurer

Im SZ-„Bauernkalender“ berichten Landwirte aus der Region jeden Monat über anstehende Arbeiten oder behandeln aktuelle Themen aus der Landwirtschaft.