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Kolumne Lock-Buch Saarlouis: Bastong verwirrt über Grenzverkehr Frankreich

Kolumne Lock-Buch : Verwirrung im Grenzverkehr

Dass Menschen sich nicht mehr an die Corona-Auflagen halten, hat sicherlich auch viel damit zu tun, dass sie sie einfach nicht verstehen. Wozu braucht man nun einen Test, was gilt gerade wo – was erlaubt ist oder nicht, ändert sich gefühlt täglich.

Bei mir war die Verwirrung komplett, als ich jüngst eine Freundin in Frankreich besuchen wollte, erstmals seit vielen Monaten. Besuche bei Freunden und Verwandten jenseits der Grenze sind gerade erlaubt, obwohl Lothringen Risikogebiet ist, so viel hatte ich schon erfahren.

Doch was ich für Ein- und Ausreise brauche, erforderte eine mehrstündige Recherche. Sie führte über die Seite der Landesregierung mit der gerade aktuellen Corona-Verordnung schließlich auf die des französischen Innenministeriums. Was auf Deutsch schon kaum zu verstehen ist, ließ mich in reinstem Amtsfranzösisch hilflos zurück. Anscheinend brauchte ich zur Ein- und Ausreise in den nur wenigen Kilometer entfernten Ort neben einem gültigen Schnelltest, klar, auch noch einige ausgedruckte und ausgefüllte Formulare. Aber welche von den vielen?

Schließlich bekam ich von einem Bekannten den Tipp, dass es sich bei diesem unter 24 Stunden dauernden Besuch im weniger als 30 Kilometer von meinem Wohnort entfernten Dorf im Ausland um sogenannten kleinen Grenzverkehr handele. Demnach bräuchte ich nur einen gültigen Testnachweis – allerdings nicht zur Einreise nach Frankreich, sondern für den Rückweg ins Saarland.

Dann musste ich mich nur noch an die in Frankreich geltende Maskenpflicht ab der Haustür und die um 19 Uhr geltende Ausgangssperre halten – und der kurzen Fahrt über die unsichtbare Grenze stand nichts mehr im Wege. Ich hoffe, ich habe alles richtig gemacht.

An dieser Stelle beschreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lokalredaktionen Saarlouis und Merzig der Saarbrücker Zeitung im täglichen Wechsel während des pandemiebedingten Lockdowns ihre ganz persönlichen Eindrücke und Erlebnisse, die sie in dieser so ungewöhnlichen Zeit sammeln beziehungsweise machen.