Kolumne „Apropos“ Benjamin, ich fühle mit Dir

Ihr Paket ist unterwegs: Diese vier Wörter sorgen bei mir mit hoher Wahrscheinlichkeit für gute Laune. Zumindest normalerweise. Denn die jüngste E-Mail dieses Inhalts, die ich bekam, war offensichtlich ein Irrläufer: Sie richtete sich nämlich an einen gewissen Benjamin, auch der genannte Wohnort war nicht meiner, und der Absender sagte mir gar nichts.

Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz

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Foto: SZ/Robby Lorenz

Ich wunderte mich, vergaß die E-Mail aber auch schnell – bis mich einige Tage später eine weitere E-Mail erreichte: Ihr Paket verzögert sich.

Zwar ging es weiterhin nicht um mein Paket, sondern um das für Benjamin. Doch ich fühlte mit ihm. Sicher wartete er schon auf seine Lieferung – und im Gegensatz zu mir wusste er nicht, wie der aktuelle Stand der Dinge war.

Ein Anruf beim Logistik-Unternehmen brachte keine Beruhigung. Da habe wohl der Versender die falsche E-Mail-Adresse eingegeben, ich solle das einfach ignorieren. Doch dafür war es zu spät. Würde Benjamin sein Paket erhalten? Und wann ist es so weit? Ob ich es wollte oder nicht, ich war mittendrin in einem spannenden Paket-Krimi. Weitere drei Tage später aber dann die rettende Botschaft: Ihr Paket wurde zugestellt. Ich war beruhigt. Und Benjamin vermutlich auch. Auch wenn er von der Aufregung gar nichts mitbekommen hat.

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