Keine Zeit, muss Sport gucken

Zugegeben. Es sollte mehr raus gehen in den Garten oder so, und aktiv Sport treiben wäre mit Sicherheit angesagt. Andererseits neigen sich die Spielzeiten der großen Ballspiele - Vorsilben: Fuß, Hand und Basket - dem Ende zu. Das bindet allein in Saarlouis einige Kapazitäten im Zeitbudget: Bei den Basketball-Damen der Royals ist es nach kommendem Freitag zwar vorbei, aber bis jetzt durften weder Haus und Hof noch eigene Aktivitäten davon abhalten, ihnen zuzujubeln.

Die Handball-Herren der HGS (einige von ihnen übrigens anfeuernde Gäste bei den Korbjägerinnen) ziehen noch mehr Fans in die Stadtgartenhalle. Sie bieten starke Leistungen in der mutmaßlich stärksten zweiten Handball-Liga der Welt. Da gibt es im Frühjahr noch mehrere Pflichttermine für Sportfans (der Autor musste sich übrigens mit diesen Zeilen sputen, um rechtzeitig zum Freitagabend-Anpfiff in der Stadtgartenhalle zu sein).

Woher also die Luft nehmen, sich anderen Dingen als dem Zugucken zuzuwenden? "Reingefallen", halten sie mir zu Hause entgegen. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag könnte ich jetzt getrost aktiver werden, statt mit den deutschen Fußballern bei europäischen Spielen mitzuleiden, wo die doch jetzt alle rausgeflogen sind. Schwer zu entkräften das Argument. Oder doch: Da waren ein paar Bücher liegen geblieben, weil ich so viel Sport schauen musste …